Steinbach
Ein „Ja, aber“ zu Funkmast-Plänen
Im Steinbacher Rat gab es keinen ideologischen Streit pro oder contra Funkmast, wie er gerade in Sippersfeld über Monate hinweg ausgefochten worden ist. Es ging vielmehr um die grundsätzliche Frage, ob die Gemeinde sich vorstellen kann, einen weiteren Funkmast auf ihrer Gemarkung bauen zu lassen. Die For.tel Solutions GmbH & Co. KG/C7o Vodafone GmbH aus Filderstadt hatte die Gemeinde angeschrieben. In diesem Brief heißt es: „Die Vodafone GmbH plant in ihrer Kommune die Errichtung einer neuen Mobilfunksendeanlage, um damit die Telekommunikationsinfrastruktur in ihrer Kommune und die Qualität und Kapazität unseres Mobilfunknetzes entsprechend der Anforderungen der Kunden zu verbessern.“
Ein entsprechender Bedarf sei für Steinbach ermittelt worden. Es sei beabsichtigt, einen Mast auf einem Grundstück im Außenbereich – vorzugsweise innerhalb eines auf einer Karte markierten Umfelds – aufzustellen. Bei dem von Vodafone favorisierten Gelände handelt es sich um Flächen in der Umgebung der örtlichen PWV-Hütte. Allerdings: In deren unmittelbarer Nähe steht bereits ein Funkmast.
Vorhandener Mast ist nicht hoch genug
Aus den Unterlagen geht jedoch weiter hervor, dass der vorhandene, etwa zehn Meter hohe Mast wegen seiner zu geringen Höhe nicht für die Zwecke des Unternehmens geeignet sei. Vielmehr möchte Vodafone einen neuen Turm mit einer Höhe zwischen 35 und 45 Metern bauen. Das Unternehmen nennt in seinem Schreiben als technische Daten die Mastbaureihe VDL-S2 oder S3.
Das alles sorgte beim Gemeinderat zunächst einmal für Schulterzucken. Etwas genauer müsse Vodafone schon ausführen, wo genau und mit welcher Höhe ein eventueller Funkmast gebaut werden soll, forderten gleich mehrere Ratsmitglieder. Wiederholt nachgefragt wurde auch, welche Verbesserungen für das Mobilfunkangebot in Steinbach eine solche Sendeanlage brächte.
Vodafone soll Pläne präzisieren
Ortsbürgermeisterin Susanne Röß sprach sich dafür aus, Vodafone die Bereitschaft der Gemeinde zur Genehmigung des Funkmastes zu signalisieren – sofern das Unternehmen seine Vorstellungen präzisiere. Ferner belegten ihr bekannte Gutachten, dass nicht im direkten Umfeld von Sendemasten die Strahlung am stärksten sei, sondern dort, wo der Nutzer mit den Endgeräten in Berührung komme. Zunächst müsse Vodafone die Planungen nun genauer darlegen, so die Ortschefin. Nach einiger Diskussion schloss sich die Ratsmehrheit bei einer Gegenstimme ihrem Vorschlag an.