Bad Dürkheim Wunschziel Wiederaufstieg

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BAD DÜRKHEIM. Der Abstieg aus der Zweiten Feldhockey-Bundesliga soll eine Art „Betriebsunfall“ bleiben. Für die neue Saison in der Regionalliga hat sich der Dürkheimer HC als Saisonziel den Wiederaufstieg gesetzt. Ein ehrgeiziges Ziel. Denn ein Selbstläufer wird die Saison auf keinen Fall. Doch das Team geht mit gesundem Selbstvertrauen an die neue Aufgabe.

Personell hat sich viel und wenig zugleich getan. Viel insofern, als mit Lukas Pfaff und Paul Freund, beides Junioren-Nationalspieler, zwei gravierende Abgänge zu verzeichnen sind. Torhüter Freund geht studienhalber nach Köln und wird dort auch spielen, Pfaff folgt vielen seiner Kollegen zum TSV Mannheim und wird dort die Erste Bundesliga bereichern. Eine Schwächung ist weiterhin, dass sich Routinier Tobias Tempel eine Auszeit nehmen und zumindest in dieser Saison nicht dabei sein wird. Wenig hat sich wiederum getan, weil sonst praktische alle wichtigen Spieler an Bord geblieben sind. Ganz wichtig dürfte die Tatsache sein, dass mit Christopher Matz und Philipp Metzger zwei der Top-Leistungsträger wieder voll einsatzfähig sein werden. Auch Max Hornung arbeitet mittlerweile in Mannheim und wird dem DHC jetzt vollumfänglich zur Verfügung stehen. Ebenfalls wieder bei vollen Kräften ist Torhüter Martin Fink, der durch Verletzung und Krankheit schier endlos pausieren musste. Zweiter Mann hinter Fink ist Justus Müller. Auch Paul Gerstenhöfer bleibt der Mannschaft erhalten. Er studiert in Mainz und pendelt zu Training und Spielen in die Kurstadt. Mit ihm pendeln wird Manuel Kreckel. Der Stürmer, der ebenfalls in Mainz studiert, hat seine Wurzeln im DHC, holte dort drei deutsche Meistertitel, war zwischenzeitlich weg und kommt nun aus Speyer wieder zum DHC zurück. Ein Eigengewächs ist Julius Neu, jüngerer Bruder von Richard Neu. Julius spielt Mittelfeld und/oder Angriff, ebenfalls Richard, der ausbildungsbedingt in der vergangenen Saison meistens zweite Mannschaft spielte, jetzt aber der ersten komplett zur Verfügung steht. Auch Felix Hildebrandt und Marius Behret werden diese Runde dort oft auflaufen, ebenso Tim Braunecker, der ebenfalls wieder völlig fit ist. „Personell stehen wir also gar nicht so schlecht da“, sagt Mannschaftsbetreuer Thomas Gerstenhöfer. „Am Anfang hatten wir ja schon Bedenken, dass sich nach dem Weggang von Paul und Lukas viel ändern würde.“ Viel Lob hat Gerstenhöfer für die neuen Gesichter im Kader. „Justus Müller gibt sich sehr viel Mühe, lernt viel. Besonders erfreulich ist die Rückkehr von Manuel Kreckel, er ist eine echte Verstärkung.“ Auch Julius Neu habe sich beim Vorbereitungsturnier nahtlos ins Team gefügt: „Er war in allen vier Spielen erstaunlich ruhig und gelassen. Er bringt sich ein und lernt enorm schnell.“ Das Vorbereitungsturnier sei ohnehin bestens gelaufen. Gerstenhöfer: „Schließlich haben wir gegen zwei Zweitligisten, einen österreichischen Erstligisten und Erstregionalligisten gespielt und viermal gewonnen.“ Die Mannschaft sei auf einigen Positionen umgestellt worden, was sich durchweg als positiv erwiesen habe. So wird Jonathan Schmitt, früher im Sturm, nun in der Verteidigung spielen. „An ihm kommt so schnell keiner vorbei“, unterstreicht der Betreuer die Bedeutung des robusten „Johnny“ in der DHC-Abwehr. Schmitt habe beim Turnier hervorragend gespielt und seine Torgefährlichkeit auch als Verteidiger mit zwei Treffern unterstrichen. „Überhaupt: Wir haben in vier Spielen 15 Tore erzielt“, freut sich Gerstenhöfer. „Und die haben sich verteilt auf acht Torschützen. So etwas hat es bei uns nie gegeben.“ Konditionell habe das Team locker mithalten können, kein Wunder: „In der Vorbereitung haben wir größten Wert auf Kondition, Fitness und Ausdauer gelegt.“ Auch im American Fitness-Studio sei trainiert worden. Gerstenhöfer: „Wir sind dankbar, dass die uns das ermöglicht haben.“ Nach den Worten des Betreuers habe sich die Mannschaft in Sachen Flexibilität und Dynamik deutlich gesteigert. Auch das Klima innerhalb der Mannschaft sei ausgezeichnet. „So habe ich die Truppe noch nie erlebt“, lobt Gerstenhöfer den „Team-Spirit“. Es gebe keinen Zoff, wenn es mal nicht so richtig laufe. Vielmehr werde konstruktiv überlegt und agiert, gemeinsam nach Lösungen gesucht, in der Kabine wie auf der Bank. Die Mannschaft sehe sich ganz offensichtlich in der Verantwortung für sich selbst: „Faire, offene Diskussionen, kein Streit, sondern Arbeit.“ Ein gutes Zeichen. Schließlich ist immer noch kein Trainer gefunden. Und Christian Mayerhöfer wird die Mannschaft definitiv nur die vier Spiele in der Hinrunde betreuen. „Wir suchen natürlich nach wie vor einen Übungsleiter“, sagt Thomas Gerstenhöfer. „Aber alle, ob Mannschaft oder Vereinsführung, sind sich einig, dass wir nicht irgendjemanden wollen. Sondern es soll ein richtig guter Mann sein.“ Bis dahin wird in Kooperation mit Co-Trainer Dirk Baumgarten eben so weitergearbeitet wie bisher. Als eine Art „Leitwolf“ hat sich dabei Mannschaftsspieler Norman Hahl entwickelt. „Norman hat als Lehrer und Trainer unter anderem der Damenmannschaft auch die Voraussetzungen dafür.“ Saisonziel muss der Wiederaufstieg sein. „Ziele muss man sich halt setzen“, unterstreicht Gerstenhöfer. „Ob wir es letztendlich schaffen, müssen wir abwarten.“ Aber alles in allem ist der Betreuer recht zuversichtlich, dass sein Team oben mitspielen wird. „Nach dem Abstieg war ich noch skeptischer. Jetzt bin ich optimistischer. Aufstieg, ja, das wäre traumhaft.“ Der Kader Tor: Martin Fink, Justus Müller. Abwehr: Christian Dopp, Norman Hahl, Felix Hildebrandt, Max Hornung, Jonathan Schmitt, Jonas Tebel. Mittelfeld: Paul Gerstenhöfer, Christopher Matz, Richard Neu, Julius Neu, Jens Paul, Jakob Zilkens. Sturm: Marius Behret, Tim Braunecker, Armin Eberle, Christian huch, Manuel Kreckel, Marc-Joshua Kuster, Philipp Metzger, Robert Rübens, Ole Sturm.

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