Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Wohnhaus nach Brand in Wachenheimer Zentrum unbewohnbar

Eng und verwinkelt: Die Gebäudestruktur im Wachenheimer Zentrum stellte die Wehren vor Herausforderungen.
Eng und verwinkelt: Die Gebäudestruktur im Wachenheimer Zentrum stellte die Wehren vor Herausforderungen.

Bei einem Brand im Wachenheimer Zentrum hatten die Feuerwehren gleich mit mehreren Schwierigkeiten zu kämpfen. Ein Haus bleibt vorerst unbewohnbar.

Am Sonntagvormittag rollte der Verkehr wieder wie gewohnt durch die Weinstraße in Wachenheim. Hinter der Feuerwehr und dem Technischen Hilfswerk hingegen lag eine lange und arbeitsreiche Nacht.

Am Tag zuvor waren die Wehren der Verbandsgemeinde Wachenheim gegen 17.50 Uhr in die Weinstraße 60 gerufen worden. Dort hatten bei ihrem Eintreffen bereits eine Garage und ein Nebengebäude in Brand gestanden, das Feuer drohte auf angrenzende Häuser überzugreifen. Das konnte die Wehr zwar verhindern, ein Haus, das an Garage und Nebengebäude grenzt, bleibt allerdings derzeit unbewohnbar.

Auslöser des Brandes am späten Samstagnachmittag war nach RHEINPFALZ-Informationen wahrscheinlich ein Fahrzeug in der Garage des Hauses, möglicherweise ein Elektrorad. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache nach eigenen Angaben noch am Abend vor Ort aufgenommen. Bei dem Brand wurde niemand verletzt. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 400.000 Euro.

Die betroffenen Gebäudeteile waren noch in der Nacht vom Technischen Hilfswerk abgerissen worden, zudem wurden Mauerteile gesichert. Wegen der Arbeiten war die Weinstraße bis zum Sonntagmorgen voll gesperrt.

„Das war eine Riesenleistung der Feuerwehr“, lobte Wachenheims Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) die Einsatzkräfte am Tag danach. Die alten Häuser in der Weinstraße seien teilweise „extrem verwinkelt“ und ineinander verschachtelt. Durch den Einsatz der Wehren sei es gelungen, das Feuer in Schach zu halten. Auch die zur Sicherheit evakuierten Nachbarn hätten noch am Abend wieder in ihre Häuer zurückkehren können.

Brand breitet sich „rasend schnell“ aus

Für die Bewohner des betroffenen Hauses, insgesamt fünf Personen, muss indes nach einer dauerhaften neuen Lösung gesucht werden, beschreibt Thomas Münch, Wehrführer der Wachenheimer Feuerwehr, die Lage. Einer der Bewohner, ein Feuerwehrkamerad, habe sofort und noch vor dem Eintreffen der Wehr versucht, den Brand zu löschen, dieser habe sich aber rasch ausgebreitet.

Die Löscharbeiten hätten die Feuerwehren vor besondere Herausforderungen gestellt, so Münch. Durch die Lage des Hauses sei es eigentlich von der Mittelgasse zu erreichen gewesen, wegen der dortigen Bauarbeiten habe sich die Wehr aber in der Langgasse positionieren und mit einer Schlauchleitung arbeiten müssen. Auch die Drehleiter kam zum Einsatz.

Weil nicht abzusehen gewesen sei, wie der Brand sich entwickelt und weil er sich „rasend schnell“ ausgebreitet habe, hatte Münch nach eigenen Angaben zur Verstärkung Kollegen aus Bad Dürkheim hinzugezogen. Alle Wehren der Verbandsgemeinde Wachenheim waren im Einsatz, außerdem Kräfte aus Haßloch mit einem Atemschutz-Gerätewagen, das Technische Hilfswerk, der Rettungsdienst, der Notarzt und die Polizei. Über 100 Personen seien im Einsatz gewesen, schätzt Münch. Die Feuerwehr habe gegen 1.30 Uhr am frühen Sonntagmorgen Feierabend gemacht. Das Technische Hilfswerk gegen 8.30 Uhr am Sonntagmorgen.

Über 100 Einsatzkräfte verhinderten das Übergreifen der Flammen.
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Der Band war weithin sichtbar.
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