Wachenheim
Wachtenburg: Neustart der Burgschänke verzögert sich
Die Schänke der Wachtenburg, die im November 1986 eröffnet wurde, ist „etwas in die Jahre gekommen“. Deswegen ist sie seit 6. November geschlossen. Gastraum und die Küche sollten grundlegend modernisiert werden – bis Ende Januar. Doch die geplante Wiedereröffnung verzögert sich. „Aufgrund von Materialengpässen, Lieferverzögerungen und krankheitsbedingten Ausfällen der Handwerker müssen wir die Eröffnung auf den 28. Februar verschieben“, erklärt Markus Walber, der das beliebte Ausflugsziel mit seiner Frau Daniela vor zwei Jahren von Albert und Gisela Schattner, die sich aus Altersgründen zurückgezogen haben, übernommen hat. Das Ehepaar hat einen neuen Pachtvertrag über zehn Jahre unterschrieben.
Am Wochenende kleine Speisen aus der Hütte
„Wir haben bislang die komplette Elektrik, alle Versorgungsleitungen, die Heizkörper und alle Fenster erneuert. Außerdem ist im Innenbereich alles neu verputzt worden. Eigentlich ist in der Schänke nur der alte Steinboden, der Kachelofen und die Wendeltreppe hoch auf die Empore geblieben“, erklärt Walber, der auch alle Küchenelemente und -geräte gegen neue Elemente ausgetauscht hat. Er rechnet damit, dass er so künftig jährlich 500 Euro Energiekosten einsparen kann.
Obwohl der Gastraum nun viel heller geworden sei, solle auch zukünftig die Grundstruktur und Gemütlichkeit einer Pfälzer Wanderhütte erhalten bleiben. „Als nächstes wird unser Schreiner mit dem Innenausbau beginnen und das neue Mobiliar und die neue Theke einbauen“, berichtet Walber. Danach könne er die Kühl- und die Schanktechnik für die Bierzapfanlage anschließen lassen. Dann solle sich sein Personal mit der neuen Einrichtung und den veränderten Arbeitsabläufen vertraut machen. Bis zur Eröffnung Ende Februar wird den Besuchern, wie während der gesamten Umbauphase, samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr aus einer Holzhütte ein „kleines Programm“ mit Flammkuchen, Bratwurst- und Saumagenbrötchen angeboten.
Platz für etwa 45 Gäste
Für die Modernisierung der Schänke, in der etwa 45 Gäste, davon zwölf auf der Empore, Platz haben werden, hat Walber nach eigenen Angaben einen „niedrigen sechsstelligen Betrag“ in die Hand genommen.
Der Förderkreis zur Erhaltung der Ruine Wachtenburg, die Eigentum der Stadt Wachenheim ist, beteiligt sich als Verpächter nach Auskunft des Vorsitzenden Willy Bohl mit einem „mittleren fünfstelligen Betrag“. „Wir kümmern uns beispielsweise um die Installation zusätzlicher Heizkörper, die Erneuerung der Elektrizität und auch den Einbau neuer Fenster. Außerdem kümmern wir uns um neue Fensterläden und die Gestaltung der Außenfassade, denn zum 40-jährigen Bestehen des Förderkreises, das wir in diesem Jahr begehen werden, soll alles in neuem Glanz erstrahlen“, verspricht Bohl.
