Wachenheim Wachtenburg in Mandelblüte: Schenkung an Wachenheimer Rathaus
Das Wachenheimer Rathaus ist um ein Bild reicher. Bernd Scharfenberger hat der Stadt am Freitag Marie Striefflers Bild „Wachtenburg über Wachenheim“ geschenkt. Verbunden war das mit weiteren Spenden an den Heimatort seines Vaters Karl Scharfenberger. Anlass für die Schenkung war der 100. Geburtstag des Landauer Unternehmers mit Wachenheimer Wurzeln.
Zu bewundern ist das Bild künftig im Erdgeschoss des Rathauses, verrät Wachenheims Beigeordneter Jürgen Mock (CDU). Das Bild der Wachtenburg wird neben ein anderes Gemälde des Wachenheimer Wahrzeichens gehängt, das Marie Striefflers Vater Heinrich Strieffler gemalt hat. Wie das ältere Bild des Landauer Malers mit einer Vorliebe für heimische Motive in den Besitz der Stadt gekommen sei, sei nicht mehr nachvollziehbar, sagt Mock. Es sei aber bestimmt schon seit 60 Jahren in Wachenheim.
Das neue Bild ist ein Werk der Strieffler-Tochter, die sich auch auf Pfälzer Motive konzentrierte. Es zeigt die Burg inmitten einer „wunderbaren Mandelblüte“. Das passe ja gerade ziemlich gut, findet Mock. Das Gemälde mit Wachtenburg und Blüten war zunächst im Besitz von Karl Scharfenberger, der vor 100 Jahren in Wachenheim geboren wurde und in Landau ein Ingenieurbüro für Planung und Bauleitung hatte. Nach dessen Tod mit 63 Jahren ging es zunächst in den Besitz seiner Frau und später in den seines Sohnes über. Bernd Scharfenberger will sich nach eigenem Bekunden nun eine Kopie ins heimische Wohnzimmer in Ludwigshafen hängen und den Wachenheimern das Original überlassen.
Spenden an zwei Vereine
Die Stadt Wachenheim wertet die Schenkung als „besonderes Zeichen bürgerschaftlichen Engagements“. Darüber hinaus spendet Scharfenberger jeweils 5000 Euro zur Unterstützung des Wachtenburg-Förderkreises sowie des Vereins „Gegen das Vergessen“. Ein Schwerpunkt der Förderung liegt auf der historischen Bildungsarbeit für junge Menschen. Geplant sind laut Stadt zunächst vier kostenfreie Führungen für Schüler der Integrierten Gesamtschule Wachenheim unter dem Titel „Wachenheim im Sturm der Zeit“, gestaltet von Schauspieler Markus Maier.
Darüber hinaus habe Scharfenberger zugesagt, die Finanzierung weiterer Schülerführungen bis zum Jahr 2030 fortzuführen – bis zum 100. Geburtstag seiner verstorbenen Mutter.
Die Stadt dankte dem Spender am Freitag mit einer kleinen Feierstunde. Sich in die Gemeinschaft einzubringen, sei allen Bürgern empfohlen, wünscht Mock, dass sich andere ein Beispiel nehmen. Dieser Einsatz bringe „Vergnügen und Genugtuung“.