Wachenheim VG Wachenheim: Umlage steigt um Haushalt auszugleichen

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Die Verbandsgemeinde Wachenheim erhöht die VG-Umlage, also den Anteil, den die Gemeinden an sie abgeben müssen. Es ist die erste Steigerung seit zehn Jahren.

Um ihren Haushalt ausgleichen zu können, hat die Verbandsgemeinde die VG-Umlage angehoben. Sie liegt nun nicht mehr bei 34, sondern bei 37,5 Prozent. Der Ergebnishaushalt schließt im Jahr 2025 mit einem Überschuss in Höhe von 2868 Euro ab. Der Finanzhaushalt ist ausgeglichen.

Bianca Heinke, Leiterin Finanzen bei der VG-Verwaltung, verdeutlichte im Verbandsgemeinderat die Situation: Die VG habe durch die Umlage im vergangenen Jahr 4,76 Millionen Euro erhalten. Bei einer Umlage von 34 Prozent hätte die VG nach ihren Worten nur 4,48 Millionen Euro eingenommen, zu wenig, um den Haushalt auszugleichen. Mit der Erhöhung kommen 2025 4,94 Millionen Euro zusammen. Gleichzeitig sinke das Steueraufkommen, vor allem bei der Gewerbesteuer. Sie geht davon aus, dass die Steuerkraft in den Gemeinden in den kommenden Jahren wieder steigt.

3,87 Millionen Euro statt 3,54 Millionen Euro (2024) gibt die VG im Jahr 2025 für Personalkosten aus. Das sei im Wesentlichen auf Tariferhöhungen zurückzuführen, so Heinke.

Größere Investitionen sind im laufenden Jahr 170.000 Euro für Fahrzeuge der Feuerwehr. Die Hardware und Software im Rathaus schlägt mit 90.000 Euro zu Buche. 50.000 Euro sind für Planungskosten beim Feuerwehr-Gerätehaus vorgesehen. Die Neuausstattung der Feuerwehreinsatzzentrale fällt mit 19.500 Euro ins Gewicht. Beschaffungen für den Brandschutz kosten 98.000 Euro. Restkosten (40.000 Euro) sind für den Schulhof Ellerstadt fällig. Für die Erweiterung der Wachenheimer Grundschule sind in diesem Jahr eine Million Euro eingeplant, im kommenden weitere 600.000 Euro. Zuwendungen von bis zu 60 Prozent seien hier möglich.

Für die Rhein-Haardtbahn zahlt die VG einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 300.000 Euro. Planungskosten für barrierefreie Bushaltestellen schlagen mit 40.000 Euro zu Buche. Weitere Investitionen gibt es unter anderem in den Hochwasserschutz.

„Schön, dass wir so aktiv sind“, sagte Wolfram Meinhardt (FWG) angesichts der Investitionen. „Wir können nicht nur Gebühren erhöhen, das Land muss sich bewegen.“ Bereits zum zweiten Mal hatten Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU) und die Bürgermeister des Landkreises die Landesregierung in einem offenen Brief auf die prekäre Finanzlage hingewiesen. Meinhardt sagte, diesen Appell fände er wichtig.

Robert Blaul (SPD) betonte, der Haushalt sei seriös und klar. Er erinnerte daran, dass die VG-Umlage auch schon mal bei 44 Prozent gelegen habe. Um die Erhöhung komme die VG angesichts der schwierigen konjunkturellen Lage nicht herum. Walter Disteldorf (CDU) sagte, durch einen möglichen neuen Supermarkt in Wachenheim gebe es eine Gelegenheit, Gewerbesteuern zu generieren. Arnold Nagel (FWG) forderte angesichts des Investitionsprogramms der Bundesregierung eine Planung fürs Wachenheimer Schulzentrum, um schnell handeln zu können. Anja Bletzer (FWG) sagte, sie sei froh über alle bereits getätigten Investitionen. „Alles wird ungleich teuer.“

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