Bad Dürkheim Tüdös sagt Partie zur Schonung ab

Freinsheim/Bad Dürkheim. Für die Kellerkinder der Handball A-Klasse aus Freinsheim und Grethen brachte das zurückliegende Wochen unterschiedliche Resultate. Konnte sich das Team von Eckbachtal II im Kampf gegen den Abstieg etwas Luft verschaffen, geriet SKG Grethen noch tiefer in den Schlamassel, weil sich weitere Spieler verletzt gemeldet haben.
Trotz vieler liegen gelassen Chancen im Angriff, konnte sich die HSG Eckbachtal II im Abstiegskampf etwas Luft verschaffen. Zwar brachte der bis dahin punktgleiche TV Ruchheim die Eckbachtaler Abwehr immer wieder in Verlegenheit, dennoch war der Sieg der Eckbachtaler, die ohne ihren verhinderten Trainer Armin Diehl antreten mussten, nicht gefährdet. Lediglich bis zum 14:14 konnten die Ruchheimer das Spiel offen gestalten, danach zogen die Geckos stetig davon, ohne sich verausgaben zu müssen. Eckbachtal rangiert nun mit 4:12 Punkten auf Rang und ist vorerst gesichert. Es spielten: Knochel (Tor), Dietrich (10), Fischer (8), Pape (5), Schunke, Heck (beide 2), Neuber (2/1), Ultes, Gass (beide 1), Koch, Tolksdorf, Niklaus. SKG Grethen – TV Schifferstadt 22:35 (Halbzeit 15:15). Die Verletzungsmisere bei der SKG nimmt so langsam dramatische Züge an. Zu den fünf Langzeitverletzten gesellten sich noch zwei weitere Spieler, die angeschlagen in dieses Spiel gingen. Eine Untersuchung unter der Woche muss zeigen, ob und wie lange Trainer Tüdös auf die beiden zunächst nicht mehr zurückgreifen kann. Aber: Auch der TV Schifferstadt konnte am Sonntag nicht in Bestbesetzung antreten konnte, weshalb man sich bei der SKG anfangs rechnete man sich bei der SKG anfangs noch Siegchancen aus. Der Halbzeitstand von 15:15 war der Beleg für ein Spiel auf Augenhöhe der beiden Mannschaften mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Grethen strebt den Klassenerhalt an, Schifferstadt wollte ursprünglich weit oben in der Tabelle stehen. Aktuell belegt der TV lediglich einen Platz im Mittelfeld. In Halbzeit zwei offenbarten sich schließlich die wahren Kräfteverhältnisse. Lediglich bis zum 18:20 hielt die Tüdös-Sieben dagegen, dann schwammen ihr die Felle uneinholbar davon. Die Gäste hatten nun leichtes Spiel. Tüdös drückte seine Sorgen nach dem Spiel aus: „Was wie ein Problem der Einstellung wirkt, ist eher ein Kopfproblem“, so Tüdös. Für einige Spieler sei die A-Klasse völliges Neuland. Andere, die da schon erfahrener seien, würden sich Woche für Woche aufreiben und müssten somit andauernd angeschlagen in die Spiele gehen. Wäre die Verletztenmisere nicht so groß, könnte er den Leistungsträgern ausreichend Pausen gönnen und die Newcomer langsam heranführen, sagt Tüdös. Leider sei das im Moment überhaupt nicht möglich. Man befinde sich mitten im Abstiegskampf. In der Aufstiegssaison noch hatte man kaum Pech mit Verletzungen. „Die aktuelle Situation ist äußerst angespannt, jedoch nicht ausweglos“, findet der Trainer. Er hat sich nun entschieden, das Spiel beim Spitzenreiter VTV Mundenheim III kommende Woche abzusagen. Er möchte seinen Spielern nochmals eine kurze Pause gönnen – trotz der Roten Laterne. Es spielten: Fleischer, Werner-Nalbach (im Tor), Gramzow (7/1), van der Koelen (4), Robin Flatt (3), Conrad (2), Ireland (2/1), Aupperle, Berndt, Neuner, Sandro Spiegel (alle je 1), Buchert, Trefz. (mzn)