Wachenheim
Supermarkt: Deutliche Worte von Bechtel
Die Vielzahl der kulturellen Veranstaltungen der zahlreichen Vereine würden Wachenheim ausmachen, und es vergehe kaum ein Wochenende ohne ein Konzert oder eine Ausstellung. „Die hohe Lebensqualität und Familienfreundlichkeit mit einem attraktiven Angebot in der Kita Pusteblume, dem Hort, Waldkindergarten und Jugendtreff in unserer Stadt wird Wachenheim auch in Zukunft zu einem bevorzugten Wohnort für alle Menschen machen“, sagte Bechtel. Für den musikalischen Rahmen sorgte am Sonntag als Beleg für die Worte des Bürgermeisters der Chor der Kita Pusteblume mit seiner Version des Pfalzlieds der Anonyme Giddarischde, was gute Stimmung im Saal und langanhaltenden Applaus brachte.
„Planungssicherheit für Eltern“
Der Bürgermeister blickte auf die Erweiterung der Kita, die Modernisierung der Schule und die Ergänzungen beim Gemeinschaftsprojekt Generationenplatz zurück. Bechtel verwies darauf, dass in Wachenheim jedes Schulkind im Hort, in der Ganztagsschule oder in der betreuenden Grundschule einen Betreuungsplatz haben könne: „Damit haben wir Wahlfreiheit und Planungssicherheit für die Eltern erreicht.“ Die Stadtwerke, die das Rückgrat der Stadt bildeten, könnten ein neues Betriebsgebäude nutzen und würden im nächsten Bauabschnitt eine neue Betriebshalle bekommen.
277 PV-Anlagen in der Stadt
Welche Bedeutung ein gut organisierter Bauhof habe, habe der jüngste Wintereinbruch gezeigt. Die Anschaffung zweier neuer Fahrzeuge sei deshalb eine vernünftige Investition gewesen. Zuversichtlich stimmte den Bürgermeister, dass die Bürger in den Bau neuer Photovoltaik-Anlagen investieren. Zurzeit gebe es im Stadtgebiet bereits 277 Anlagen. Mit Investitionen in das Radwegenetz, der Anschaffung eines neuen Mercedes E-Vito und der Erweiterung des E-Ladenetzes habe Wachenheim einen großen Beitrag zur Verbesserung der Mobilität getan. Weitere Investitionen in diesem Bereich seien geplant.
Für den Klimaschutz und die Digitalisierung würden alle Anstrengungen unternommen, um den ökologischen Ansprüchen und den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden. Das Bürgerinformationssystem, die Online-Terminvergabe oder auch die hochmoderne Dokumentenabholstation seien dafür gute Beispiele. „Die Dokumentenabholstation wurde von mir persönlich getestet und für gut befunden. Wenn ich das hinbekomme, schaffen Sie das auch alle“, erklärte der Bürgermeister augenzwinkernd.
Pläne für frühere Apotheke
Im Bereich der Stadtentwicklung blickte Bechtel auf zahlreiche abgeschlossene Projekte zurück und gab bekannt, dass in der alten Apotheke im Stadtkern voraussichtlich im September eine Weinstube beziehungsweise ein Bistro eröffnen werde. Beim „Dauerbrenner“ Supermarkt im Bischofsgarten, für den sowohl die Kreisverwaltung als auch die Struktur- und Genehmigungsbehörde Süd (SGD) und der Verband Region Rhein-Neckar ihre Zustimmung signalisiert hätten, soll es nach Vorstellungen der SGD eine „nochmalige positive Abstimmung des Einzelhandelskonzepts im Verbandsgemeinderat geben“. Bechtel nahm die Ratsmitglieder in die Pflicht: Diese müssten ihrer Verantwortung gerecht werden. Dies wolle er einfordern: „Ohne eine Zustimmung können Stadt und Verbandsgemeinde ihren Versorgungsauftrag nicht erfüllen, und es gehen relevante Steuereinnahmen verloren.“
Bei der Feuerwehr, die kürzlich eine neue Drehleiter erhalten hat, müsse langfristig über die Standortfrage entschieden werden. Das alte Gerätehaus könnte zu einem Mehrgenerationenhaus umfunktioniert werden und bei Bedarf als Erweiterung der Kita dienen, die Wehr dafür in einen Neubau an anderer Stelle einziehen. Nach der Ansprache des Bürgermeisters trafen sich die zahlreichen Gäste in dem sehr gut gefüllten Marmorsaal der Sektkellerei bei Wachenheimer Weinen, um ins Gespräch zu kommen.