Bad Dürkheim Sanierung kurz vor dem Ziel

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Ein Jahr später als ursprünglich geplant endet die Sanierung des Historischen Rathauses in Freinsheim. Voraussichtlich Ende März wird das Erdgeschoss samt neuer Eingangstür im rückwärtigen Bereich fertig sein. Die Restaurierung maroder Balken in der Decke und im Boden hatten das Bauprojekt verzögert, das im Herbst 2014 begann.

Die Eröffnung plant Bürgermeister Jürgen Oberholz im April mit einem „Tag der offenen Tür“, damit jeder Bürger die Sanierung des Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert selbst begutachten kann. Gestern wurden die Möbel der Tourist-Info bereits gestellt. Für den neuen Eingangsbereich auf der Nordseite fehlt noch die Tür. Die Mehrkosten in Höhe von 80.000 Euro, die durch die maroden Balken entstanden sind, sollen nun auch vom Land bezuschusst werden. Ein entsprechender Antrag wurde nach Angaben von Ulrich Schanzenbächer, der das Projekt in der Bauabteilung betreut, vom Land bewilligt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 355.000 Euro, 264.000 Euro erhält die Stadt als Zuschuss. Historische Dokumente, die bei der Sanierung unter der Treppe gefunden wurden, sollen in einem Archiv beim Bauhof kühl und trocken aufbewahrt werden. Laut Oberholz hat die Stadt auch viele Dokumente von Bürgern geschenkt bekommen. „Sie sind für das Landesarchiv zu uninteressant, aber auch zu wertvoll, um sie einfach im Rathaus zu stapeln“, erläutert der Bürgermeister, der den Bauhof als geeigneten Ort favorisiert. In diesem Jahr wird die Stadt auch den Verkauf von Grundstücken im neuen Gewerbegebiet „östlicher Ortsteil“ ankurbeln. Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung den Verkauf seiner drei Grundstücke in diesem Gebiet beschließen, so Oberholz. Außerdem wird mit der Erschließung des Gebiets inklusive Bau eines Wendehammers am Bauhof begonnen. Die Erschließung des Mischgebiets „östlicher Ortsteil“ hängt mit dem Kreuzungsumbau am Autohaus Strasser (Erpolzheimer Straße) zusammen. Hier wartet die Stadt laut Oberholz noch auf Signale des Landesbetriebs Mobilität zum Baubeginn, nachdem der Stadtrat Ende 2015 seinen Beschluss zum Bau einer abknickenden Vorfahrt bekräftigt hat. Auf Signale der Bahn wiederum wartet die Stadt hinsichtlich der Aufweitung der Bahnbrücke. „Wir rechnen erst 2017 damit - wenn überhaupt“, so Oberholz. Für das neue Baugebiet „West“ in der Nähe des Edeka-Marktes sollen erste Schritte unternommen werden: Laut Oberholz wird in diesem Jahr eine Vorplanung in die Wege geleitet. Bis das Baugebiet bebaut werden kann, dauert es jedoch noch ein paar Jahre. Entsprechend dauert noch der Ausbau der schmalen Herxheimer Straße. Neu gestaltet werden soll die Gartenanlage südlich der Stadtmauer vom Bereich „An der Bach“ in Richtung Casino- und Kanonenturm. „Die Stadtmauertürme werden uns sowieso noch länger beschäftigen“, sagt Oberholz voraus. Neu überplant werden soll das Friedhofsgelände. Hier sollen auch alternative Bestattungsmöglichkeiten geprüft werden. Bezüglich der Neugestaltung der Schlosswiesen zu einem Naherholungsgebiet wartet die Stadt laut Oberholz noch auf ein wasserrechtliches Gutachten für den Bereich Fuchsbach, das von der SGD erstellt wird. Im Von-Busch-Hof ist die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik geplant, außerdem soll auch die restliche Straßenbeleuchtung mit energiesparenden Lampen ersetzt werden. Eine Sanierung des Retzerhauses soll frühestens 2017 konkreter werden. „Bei der Stadtsanierung stellt sich immer die Frage, wie wir die Eigenmittel stemmen können“, erläutert Oberholz. Zunächst wolle man mehr Privatleute ermutigen, ihre alten Gebäude mit Hilfe von Fördergeldern zu modernisieren. Die Stadt plane, den Schotterweg „Auf der Schanz“ mit einer richtigen Straßendecke zu versehen, außerdem steht der Ausbau der 2. und 3. Querstraße kurz bevor. Danach sind die 4. und 5. Querstraße an der Reihe. (led)

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