Bad Dürkheim
Saline: Austausch morscher Balken verzögert sich
Noch im Juni waren Stadt und Saliner von einer Reparatur der morschen Balken am Gradierwerk bis Ende September ausgegangen. Inzwischen ist klar: Der Balkentausch findet nicht vor der Winterpause der Saline und des Cafés im Südturm statt.
Laut Bauamt der Stadt Bad Dürkheim wird bis Mitte August eine Prüfstatik fertiggestellt. Anschließend wird ein Leistungsverzeichnis erarbeitet. Mit der Ausschreibung für die Arbeiten an den südlichen Balkonen und dem Austausch des äußersten Balkens an der Aussichtsplattform im Norden rechnet die Stadt bis Ende September.
Je nach Angeboten von Handwerkern und Beschaffung der benötigten Lärchenhölzer könnte der Balkentausch dann im besten Falle sogar noch im Herbst über die Bühne gehen. Allerdings würde das in den Herbstferien womöglich Einbußen für den Betreiber des Salinen-Cafés bedeuten, wie Dieter Petry, ehemaliger Bauamtsleiter und Beisitzer im Salinen-Förderverein, erklärt. Daher habe man sich entschieden, die Bauarbeiten wenn möglich in die Winterpause im Januar und Februar 2026 zu legen.
Voraussichtliche Kosten: 65.000 Euro
Die Verschiebung im Zeitplan ergibt sich laut Petry vor allem aus Verzögerungen in den Vorbereitungen: Erst musste ein Gutachter das Ausmaß der Schäden an den Balken prüfen, dann wurde eine Planung erstellt, anschließend waren Statik und Prüfstatik nötig. Erst wenn jetzt alle Unterlagen vorlägen, könnten die Arbeiten ausgeschrieben werden. Im Juni war die Verwaltung von rund 65.000 Euro Kosten für den Austausch der morschen Balken ausgegangen.
Geplant ist laut Petry, die Balken an den südlichen Balkonen abzuschneiden und die neuen Lärchenhölzer seitlich aufzudoppeln. Die Statik sei vor allem nötig gewesen, weil sich durch die Reparaturarbeiten die Konstruktion ändere, schließlich müssten die Balkone auch künftig tragfähig sein.
Festgestellt worden waren Schäden an einem Balken bei Wartungsarbeiten im vergangenen Winter. Beim Austausch des ersten Balkens durch die Zimmerei Harth, die vor 15 Jahren auch den Zuschlag für die neue Holzkonstruktion nach dem Salinenbrand 2007 erhalten hatte, wurden im Januar weitere Schäden am Südbalkon sowie am nördlichen Balkon festgestellt. Ein Gutachter untersuchte daraufhin alle Hölzer der Balkone genauer. Die Verwaltung hofft, Besuchern der Kuranlage zur Inbetriebnahme der Saline im März 2026 wieder den kompletten Umlauf inklusive Zugang zu den Balkonen ermöglichen zu können.
Das Salinenfest „Walk & Listen“ des Fördervereins kann allerdings, trotz der anstehenden Bauarbeiten, am 27. und 28. September wie geplant stattfinden, erklärt Petry. Als ein Höhepunkt soll Siedesalz hergestellt werden, und auch der Rundgang auf der Saline sei möglich, lediglich die Balkone sind abgesperrt.