Bad Dürkheim Rot-Weiss stört Meisterfeier nicht

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BAD DÜRKHEIM. Fußball-Bezirksligist Rot-Weiss Seebach hat sein letztes Saisonspiel beim frischgebackenen Meister FSV Schifferstadt 1:5 (0:2) verloren. Für die Rot-Weissen war es die vierte Niederlage in Folge.

Die Seebacher erwiesen sich in verschiedener Hinsicht als gute Gäste. Zunächst überreichte Kapitän Nils Pfirrmann dem neuen Titelträger vor dem Anpfiff ein Weinpräsent. Dann ließ das Team von Trainer Roland Beck die auf drei Offensivkräfte und Spielertrainer Christoph Mehrl verzichtenden Schifferstadter schalten und walten. „Ich glaube, wir wollten den Feierlichkeiten des FSV nicht im Weg stehen“, nahm Beck den dezenten Auftritt seiner Mannschaft mit Humor. Bei den Rot-Weissen war die Spannung weg, das Team wirkte körperlich und mental platt. „In der ersten Halbzeit hatten wir so gut wie keine bemerkenswerte Offensivaktion“, analysierte der Übungsleiter. Um auf die Rolle des guten Gastes zurückzukommen: Schifferstadt profitierte von Geschenken der Seebacher. Beim 1:0, das nach einer Viertelstunde fiel, nutzte der FSV ein Missverständnis zwischen Pfirrmann und Torwart Sven Seidenspinner. Vor dem 2:0 (44.) verlor Matthias Loh einen Zweikampf. „Die Gastgeber mussten nicht viel tun und führten dennoch zur Pause 2:0“, stellte Beck fest. Wie abgesprochen nahm der Coach in der Halbzeit einen Dreifachwechsel vor. Unter anderem kam Joachim Klein zu seinem zweiten Teileinsatz in dieser Runde. Rot-Weiss agierte jetzt aktiver und offensiver, und die Partie wurde insgesamt ansehnlicher. Nach einem Zuspiel von Patrick Bauer hatte Pascal Beyer die erste gute Möglichkeit der Seebacher. In ihrer besten Phase blieben die Gäste dran und kamen zum Erfolg. Loh spielte einen langen Diagonalball und Beyer gelang trotz Behinderung durch einen Gegenspieler sein 16. Saisontor (75.). Der kleine Funke Hoffnung auf eine Punkteteilung war aber rasch wieder erloschen. Ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung führte zu einem Konter. Klein und Sven Borgwardt nahmen einen Schifferstadter in die Zange und der folgende Elfmeter führte zum 3:1 (80.). Damit war die Partie entschieden. Seebach blieb in Geberlaune und gestattete dem FSV zwei weitere Treffer (86., 90.). „Wir laufen schon seit Wochen auf Reserve, jetzt war der Tank endgültig leer“, wählte Beck einen bildlichen Vergleich. Die Rot-Weissen wurden nach ihrer höchsten Saisonniederlage vom FSV, der vom Klassenleiter und der Bürgermeisterin geehrt wurde, zum Umtrunk eingeladen. (thl)

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