Bad Dürkheim Privatinitiative will Synagoge kaufen

Wachenheimer wollen eine Stiftung gründen, um die ehemalige Synagoge in der Bleichstraße zu erwerben. Nach den Vorstellungen der Initiatoren könnte eine Kultur- und Gedenkstätte entstehen. Für Donnerstag, 20 Uhr, laden sie Interessierte ins Café Schellack.
Einst war das Haus in der Bleichstraße 5 der Mittelpunkt der jüdischen Gemeinde Wachenheims bis diese es in der NS-Zeit zu einem geringen Preis verkaufen musste. Heute ist es ein Wohnhaus. Klaus Helfer wohnt in der Nachbarschaft. Als er hörte, dass das Haus nun zum Verkauf steht, kam er auf die Idee, eine Stiftung zu gründen, um das Haus zu kaufen. Ortschronist Michael Wendel hat diese Idee nun aufgenommen und engagierte Wachenheimer zum Treffen eingeladen. Dort soll ausgelotet werden, wie der Kauf zustande kommen könnte. Kernfrage dabei sei die Finanzierung, sagt Wendel. Etwa 200.000 Euro soll das Anwesen kosten. Beim Treffen hofft er auf viele engagierte Wachenheim. Schön wäre es, so Wendel, würde sich jemand mit Stiftungserfahrung melden. Eine mögliche neue Kulturstätte wäre zudem „eine schöne Bereicherung des Jubiläumsjahres“. 2016 feiert Wachenheim die Erwähnung im Lorscher Kodex vor dann 1250 Jahren und den Besitz der Stadtrechte seit 675 Jahren. (jpl)