Bad Dürkheim Nichts wie bei normalem Turnier

Wachenheim. Andreas Bäuschlein vom Schachclub Chaos Mannheim siegte bei den 28. Schachmeisterschaften des SC Bad Dürkheim-Wachenheim und der Stadt Wachenheim. Der Mannheimer setzte sich nach Punktgleichheit im Blitzschach-Stechen gegen Florian Maier und Vorjahressieger Marius Maier (beide aus Dielheim) durch.
26 Spieler stellten sich dem auf 32 Spielfiguren und 64 Felder verteilten Duell „Mann gegen Mann“, bei dem Pferde und Türme gegen Bauern, Damen und Könige kämpfen. „Es ist ein lockeres Turnier. Ich mag diese urige Atmosphäre“, so Manuel Freising aus Frankenthal, mit der Deutschen Wertungskennzahl (DWZ) 1975 ebenso ein Mitglied des engeren Favoritenkreises, wie Vorjahressieger Marius Maier (DWZ 2050). Ein echter Favorit sei aber nicht auszumachen, so Jörn Freising, Vorsitzender des Schachclubs: „Nach der dritten Weißherbstschorle unterlaufen einem manchmal Fehler“, so Freising. Bei der Schachmeisterschaft ist praktisch nichts wie bei einem normalen Turnier. Nicht alleine wegen der auf jeweils 15 Minuten begrenzten Spielzeit. „Normalerweise bräuchten wir auch die Dokumentation der Züge und eine wesentlich bessere Beleuchtung“, zählte Turnierleiter Albert Schwind, Ehrenvorsitzender des Wachenheimer Schachclubs auf. Er selbst macht auch einen dieser Unterschiede aus: „Ein Turnier wird Runde für Runde am Computer ausgewertet, die Ergebnisse ausgehängt, und dann wird gespielt“, erklärte Schwind. In Wachenheim ist er dieser „Computer“, und das Brett suchen sich die von ihm verlesenen Paarungen im Anschluss selbst. „Der Albert macht das wirklich sensationell gut“, lobte Seriensieger Bäuschlein und freute sich über seinen erneuten Erfolg. Ob es nun der Dritte oder Vierte war, wusste er nicht mehr so genau. Jeder Teilnehmer erhält eine Flasche Wein. Auf ein Startgeld wird, dank der Unterstützung der Stadt Wachenheim, verzichtet. „So stelle ich mir ein Schachturnier vor“, sagte Bäuschlein (DWZ „irgendwas um die 2000“). Er ist Stammgast der Schachmeisterschaft. „Ich finde zwar, dass meine Stellung etwas besser war, aber wir wollten uns deshalb nicht in die Haare kriegen“. so Bäuschlein ach einem Remis gegen einen Teamkollegen vom Chaos. Auch ein Unterschied zum „ernsthaften Turniersport“, genau wie das für den „Chaos“ beinahe obligatorische Bier zur Nachbesprechung. (env)