Wachenheim
Neues Feuerwehr-Fahrzeug: Mehr Rettungsmöglichkeiten
Zahlreiche Wachenheimer Feuerwehrleute hatten sich am Gerätehaus eingefunden, um die neue Drehleiter mit einigen Wasserfontänen gebührend in Empfang zu nehmen. Auch Verbandsgemeinde-Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) und Manfred Bühler (FDP), Erster Beigeordneter der Stadt Wachenheim, nahmen das Fahrzeug in Augenschein. Die Kommune hatte immerhin mit 378.000 Euro den größten Teil der Anschaffungskosten von 730.000 Euro übernommen – das Land bezuschusste es mit 268.000 Euro, der Landkreis Bad Dürkheim mit 84.000 Euro. „Das ist heute ein toller Tag für die Feuerwehr und die Bürger“, erklärte Bechtel.
Denn das neue Prunkstück der VG-Feuerwehren vom Typ L32A-XS – in Wachenheim stationiert – ist mit allem ausgestattet, was zurzeit dem modernsten Stand der Technik entspricht. Das Herzstück des über zehn Meter langen Fahrzeugs ist die namensgebende Drehleiter, die bis zu einer Arbeitshöhe von 32 Metern ausgefahren werden kann. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sie im oberen Bereich über ein Gelenk verfügt, sodass der Korb nach unten abgeneigt werden kann.
Besonders hilfreich im Altstadtbereich
Dadurch könne man auch an den rückwärtigen Bereich eines Dachs gelangen, da der Korb in Höhe des Dachfirsts wieder nach unten geneigt werden könne, erläuterte Gerätewart Maximilian Krämer die besondere Funktion, die gerade im Altstadtbereich mit enger Bebauung äußerst hilfreich sei und über die sonst keine Drehleiter im Landkreis Bad Dürkheim verfüge. Der Rettungskorb, an dem auch eine Krankentrage befestigt werden kann, bietet Platz für fünf Einsatzkräfte.
Das Fahrzeug hatten der stellvertretende Wachenheimer Wehrführer Stefan Höfle und drei Kameraden von Karlsruhe nach Wachenheim überführt. „Die neue Drehleiter ist ein Traum. Die Fahreigenschaften sind beeindruckend. Da gibt es kein Anfahrruckeln, alles läuft wie geschmiert“, schwärmte Höfle.
Gerätehaus wurde für neues Fahrzeug erweitert
Wehrführer Thomas Münch berichtete, dass für das neue Einsatzfahrzeug das Gerätehaus im Abstellbereich um einen „Anbau“ von 1,50 Metern erweitert werden musste, um es sicher parken zu können. „An dieser Stelle möchte ich mich recht herzlich bei der Baufirma Mersinger aus Esthal bedanken, die alle nötigen Materialien für die Schalung der Betonwände kostenlos zur Verfügung gestellt hat“, betonte Münch. Für das Fahrzeug, das der Drehleiter Platz machen musste, soll eine Garage am Schwimmbad neben der Poststation gebaut werden.
Bevor die Hightech-Drehleiter zu ihrem ersten ernsthaften Einsatz ausrückt, bedarf es noch der Schulung einiger Feuerwehrleute. „Das ist ein sehr komplexes Fahrzeug, das mit Technik und Elektronik nur so vollgestopft ist. Das erfordert eine lange Übungsphase“, erklärte der Wehrführer. Er gehe davon aus, dass das neue Gefährt Anfang des nächsten Jahres für alle Einsätze zur Verfügung stehen wird.