Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel Michael Dietrich leitet nun Rotary Club

Das soziale Engagement und Miteinander ist ihm wichtig: Michael Dietrich, Präsiden des Rotary Clubs.
Das soziale Engagement und Miteinander ist ihm wichtig: Michael Dietrich, Präsiden des Rotary Clubs.

Kurzfristig eingesprungen ist Michael Dietrich und ist nun der neue Präsident des Rotary Club Bad Dürkheim. Helfen und zusammenhalten ist ihm wichtig.

Michael Dietrich liebt es sportlich. Der neue Präsident des Rotary Clubs Bad Dürkheim fährt jeden Tag mit dem Rad – sommers wie winters – zu seiner Arbeitsstelle im Mannheimer Hafen, wo er der Leiter der Abteilung Technik ist. Zwar ist er nach eigener Aussage mit einem leistungsstarken E-Bike unterwegs, aber immerhin kommt er an den Arbeitstagen auf etwa 60 Kilometer gefahrene Strecke. Seine 60 Lebensjahre sieht man dem sportlich-schlanken und zugewandt erscheinenden Mann nicht unbedingt an.

Familie ist bei Rotariern aktiv

Seit 2012 ist der Bauingenieur Mitglied im Rotary Club Bad Dürkheim. Seine Lebensgefährtin Isa Scholtissek ist sogar Gründungsmitglied der Bad Dürkheimer Rotarier, ein Sohn hat sich dem Club ebenfalls angeschlossen. Dietrich ist geborener Darmstädter und hat die ersten 36 Jahre seines Lebens dort gewohnt, seine beiden Kinder sind in der Stadt geboren. Als er von einem Darmstädter Ingenieursbüro in die Mannheimer Hafenverwaltung wechselte, suchte die Familie nach einem näheren Wohnumfeld und kam so nach Wachenheim.

Die Abteilung Technik kümmere sich um die Infrastruktur des Mannheimer Hafens, berichtet Dietrich, immerhin des mit 1000 Hektar größten Binnenhafens Deutschlands, was die meisten Menschen gar nicht wüssten. Der Ingenieur liebt die Vielfalt seiner Tätigkeit, denn die technische Abteilung muss sich um Straßen, Schienen, Brücken, Büro- und Lagerflächen und selbst um die Bäume auf dem Areal kümmern und darauf achten, dass die Sohle der Hafenbecken immer auf dem gleichem Niveau bleibt. „Das ist einfach spannend“, findet er. Als Mitglied des Darmstädter Ingenieursbüros war er an der Planung der ICE-Neubaustrecke Frankfurt/Main/Köln beteiligt.

Spenden müssen erst verdient werden

Dass die Spendengelder der Rotarier – bei den Dürkheimern sind das rund 30.000 Euro pro Jahr, die beispielsweise an den Verein Lila Villa, an den Bürgerbus Bad Dürkheim, den Ambulanten Hospizdienst und die Lebenshilfe gehen – erst verdient werden müssen und nicht einfach aus dem Geldbeutel der Mitglieder stammen, ist ganz in seinem Sinne. Einfach spenden mache es den Clubmitgliedern zu einfach, findet er.

Im Wesentlichen sind es zwei Projekte, mit denen die Rotarier ihr Spendengeld zusammenbekommen: zum einen die Oldtimer-Rallye „Weinstraßen Classics“, deren Erlös an die Offene Werkstatt in Bad Dürkheim geht, und die wesentlich arbeitsaufwändigere Wurstmarktlos-Aktion. Ab Mai klappern Rotarier die Weinfeste in der Region ab und verkaufen ihre Wurstmarktlose, die Gewinne können auf dem Wurstmarkt eingelöst werden. „Das ist viel Arbeit, wir sind 37 Mitglieder, jeder macht mit und die Motivation ist groß“, so Dietrich.

Menschen auf der Schattenseite helfen

Für ihn ist das ein ganz wichtiger Punkt, denn der Zusammenhalt in der Gruppe wird dadurch gestärkt. Grüppchenbildungen sollen vermieden werden. Mit Freunden eine schöne Zeit verbringen und dabei Menschen helfen, die es nicht auf die Sonnenseite des Lebens geschafft haben, lautet sein Credo.

Die Rotarier wechseln jedes Jahr ihren Präsidenten und eigentlich wäre Michael Dietrich noch gar nicht „an der Reihe“ gewesen. Aber die Person, die normalerweise dran gewesen wäre, erkrankte. „Da müssen wir helfen“, fand er und übernahm Ende Juni die Amtskette.

Bei der Amtsübergabe hatte er zur Bedingung gemacht, dass jeder „etwas Weißes“ tragen sollte, um förmlicher Bekleidung und damit einer gewissen Steifheit aus dem Wege zu gehen.

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