Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Marathon: Über 500 Teilnehmer wandern auf die Wachtenburg

Geschafft: Franz Grohe und Gerhard Lützel (rechts) sind am Ziel angekommen.
Geschafft: Franz Grohe und Gerhard Lützel (rechts) sind am Ziel angekommen.

Knapp 500 Teilnehmer hat der Pfälzerwald-Verein (PWV) Wachenheim am Wochenende zu seinem Wandermarathon begrüßen dürfen – ein Rekord. Ob über die volle Distanz oder nur die halbe Strecke, mit der Organisation und der Route waren die Wanderfreunde auf RHEINPFALZ-Nachfrage durchweg sehr zufrieden.

Schon die vielen Wanderer, die am frühen Samstagnachmittag von der Wachtenburg herunterströmten, signalisierten dem aufmerksamen Beobachter: Auch die siebte Auflage des Wandermarathons war wieder ein Renner. Von den rund 500 Teilnehmern absolvierten 171 die ganze Marathondistanz von 42 Kilometern, 305 begnügten sich mit den 22,5 Kilometern des Halbmarathons.

„Wer so eine Wanderung mitmachen will, lässt sich von Regen nicht abhalten. Das sind alles Wanderfreunde“, erklärte PWV-Wanderwart Peter Klehenz auf den morgendlichen Regen angesprochen. Das Teilnehmerfeld reichte von Teenagern bis zur Generation 70plus.

Am Nachmittag strömten immer weitere Ausdauerwanderer zur Wachtenburg, wo die fleißigen PWV-Damen die Ankunftszeit und den Namen erfassten und die Teilnahme-Urkunden aushändigten. „Wir sind bis in den Abend vor Ort, jeder Teilnehmer ist namentlich mit Mobilfunknummer registriert. Käme jemand nicht ins Ziel, bliebe das nicht unbemerkt“, erklärte Klehenz.

Gestartet waren die Wanderer zwischen 7 und 10 Uhr auf dem Wachenheimer Rathausplatz. Das Ziel hatten die Veranstalter der Übersichtlichkeit wegen auf die Wachtenburg gelegt, da unten in der Stadt das Burg- und Weinfest in vollem Gange war. Start und Ziel waren für die Voll- und Halbmarathonwanderer identisch. Die Strecke für den Halbmarathon verlief vom alten Wachenheimer Steinbruch über den „Weißen Stein“, den Breuninger Felsen, den Hexenstein und den alten Wachenheimer Sportplatz bis auf die Burg. Wer sich für den Vollmarathon entschieden hatte, folgten einer größeren Schleife über den „Vorderen Stoppelkopf“, Eckkopf und Lambertskreuz. Unterwegs gab es insgesamt vier Verpflegungsstellen, alle acht oder zehn Kilometer eine. Um eine davon kümmerte sich die Feuerwehr. Knapp 1200 Höhenmeter waren bei der langen Distanz zu bewältigen, bei der kürzeren 600. „Wir bemühen uns, die Wanderstrecke jedes Jahr anders zu gestalten“, erklärte Klehenz.

Martin Koop (67) aus Herne und seine Tochter Sarah Schäfer-Koop (34) aus Ludwigshafen hatten die die Halbmarathon-Distanz gewählt. Sie hatten die Plakate beim Burg- und Weinfest unten in der Stadt gesehen. „Wetter gut, Organisation gut, es war schön“, lautete beider Fazit. Sympathisch fanden sie, dass man sich auch kurzfristig und ohne große Umstände für den Marathon hatte registrieren können. Eine Toilette unterwegs an einer Verpflegungsstelle hätte der Vater gut gefunden.

Wie vergangenes Jahr waren die Schulfreunde Martin Manck (47), Florian Roß (46) und Mark von Schmude (49) die lange Marathonstrecke gewandert. Mit dem Hund Gassi zu gehen, war das Trainingsprogramm für Manck. Roß hielt sich im Sommer mit Fahrradfahren und im Winter mit Laufen fit. Ein ordentlicher Muskelkater bei Manck und ein blauer Zeh bei Roß erinnerten sie nun an die Teilnahme. Gegen Ende der Wanderung sei er wohl nicht mehr richtig aufmerksam gewesen und über einen Stein gestolpert, erzählte er, vermutlich weil er schon etwas abgekämpft war. Einig waren sich die drei Freunde in ihrer Bewertung: „Super Organisation, gute Verpflegung, super Wetter, alles hat gepasst. Wir werden im nächsten Jahr wieder kommen.“

„Schön, aber anstrengend“, fanden Andrea Volz (48) und Marc Oberst (48) ihre Wanderung. Sie waren die 22,5 Kilometer gelaufen, der Wandermarathon sei „total gut organisiert“, immer schön abwechselnd zwischen An- und Abstiegen und sowohl für jüngere und ältere Menschen als auch für Familien prima geeignet. Die liebenswürdige Atmosphäre habe Paare und Singles unterwegs zusammenfinden und gemeinsam wandern lassen. „Richtig nett“, fassten die beiden ihre Eindrücke zusammen.

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