Wachenheim Komplexe Statik: Stadt beauftragt Spezialisten für Trauerhalle auf jüdischem Friedhof
Die über 130 Jahre alte Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof in Wachenheim soll saniert werden. Der Stadtrat hat nun dafür erste Weichen gestellt. Ein Esthaler Ingenieurbüro wird sich um die Statik und die Tragwerksplanung der Halle kümmern (15.500 Euro). Die Erstellung der Bauaufnahme übernimmt ein Koblenzer Vermessungsbüro (8900 Euro). „Das Bauwerk ist eine alte Konstruktion, es braucht einen Statiker, der sich mit dem klassischen Handwerk der Zeit auskennt“, betonte Wachenheims Bauamtsleiter Stefan Schneider. Die Trauerhalle auf dem jüdischen Friedhof wurde 1895 in Fachwerkbauweise errichtet. Sie überstand zwar NS-Zeit und Kriege, ist aber heute in keinem guten Zustand mehr. Um sie zu erhalten, gründete sich im Jahr 2022 der Verein „Gegen das Vergessen – Förderverein zur Erhaltung des kulturellen Erbes der ehemaligen jüdischen Gemeinden in Wachenheim und Bad Dürkheim“. Bund und Land fördern mit 188.000 Euro die Sanierung der Trauerhalle. Die dann verbleibenden Kosten werden auf 80.000 Euro geschätzt, die Stadt und Verein je zur Hälfte stemmen wollen.