Bad Dürkheim Im Auge des Betrachters

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„Experimente!“ – Zu diesem gemeinsamen Thema öffnen vier Künstler und eine Künstlerin ihre Ateliers in Weisenheim am Berg für die Öffentlichkeit. Am kommenden Wochenende nun schon zum 21. Mal.

Das diesjährige Motto verdeutlicht, dass die Künstler nicht in eingefahrenen Bahnen verharren wollen, sondern sich immer neuen Herausforderungen mit für sie unerprobten oder gar neu gefundenen künstlerischen Techniken und Motiven stellen – so die Veranstalter. In Wolfgang Friedrichs Atelier, Kirchgasse 7, entstanden eine Vielzahl neuer experimenteller Werke, die am vierten Oktoberwochenende erstmalig unter dem Titel „nichts geht verloren“ der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Materialcollagen, betitelt mit „Ungebügelt“, „Strandgut“ oder „Machtwechsel“ sowie das Reliefmotiv „Grüne Stadt“ setzen dreidimensionale Akzente zum Thema spontaner Experimente. Alternativ zu seiner Domäne der klassischen Ölmalerei zeigt Friedrich kontrastreiche Kreationen „wiederbelebter“ Materialien. Verlorengeglaubtes wird in farbenfrohen Objekten neu interpretiert. Ingeborg Göschel präsentiert in ihrem Atelier, Johann-Georg-Lehmann-Straße 13, hauptsächlich Aquarelle in Anlehnung an das diesjährige Thema „Experimente“, aber auch Bilder von einer Reise nach Mallorca und wie immer farbenfrohe, stimmungsvolle Arbeiten in Acryl. Gerd Hauser, Im Vogelsang 9, versteht das Thema „Experimente“ nicht nur im Ausprobieren für ihn neuer Techniken wie den Kantendruck, mehrschichtiger Acrylmalerei und abstrakter Farbpapiercollagen sowie Ritzbildern, sondern auch im Versuch, bei figürlichen Darstellungen neue Wege zu gehen: zum Beispiel stark reduzierte Linienfiguren oder Bilder, die gleichzeitig abstrakt und figurativ gesehen werden können, je nach Betrachterperspektive. Bei Alfred Nicolaus, Ludwig-Seibel-Straße 16, stehen sich in seinem künstlerischen Schaffen Gegenständliches und Abstraktes gleichwertig gegenüber. Mit der Technik des Aquarells hält Nicolaus meist Gegenständliches fest, unter anderem Stadt- und Dorflandschaften. Seine abstrakten Bilder sind der informellen Malerei zuzuordnen. An den Tagen der Offenen Ateliers zeigt er überwiegend neue Arbeiten zum Thema „abstrakte Landschaften“. Roland Würtz, Leistadter Straße 14, ist als pensionierter Deutsch- und Musiklehrer am Gymnasium immer noch aktiv als Musikwissenschaftler, Dirigent und mit dem Pinsel. Malereien mit Ölfarben auf Leinwand, Holz oder Karton beschäftigen ihn seit seiner eigenen Schulzeit. Die Themen ändern sich je nach Anregung, Reise oder Befindlichkeit. Gerade erst waren seine Toskana-Bilder in der ehemaligen Synagoge zu sehen. Am Wochenende kommen jedoch alle jüngeren Arbeiten zur Präsentation. (rhp)

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