Bad Dürkheim
Hallenhockey: DHC bereit für den Aufstieg
„Im Hallenhockey kannst du nicht auf Unentschieden spielen. Es ist gut zu wissen, dass der Punkt reicht, aber drauf abzielen? Nein!“, legt der Trainer die Marschrichtung fest. Ein Sieg soll her im letzten Saisonspiel. Dann wäre egal, ob der derzeit drei Zähler hinter den Dürkheimern rangierende 1. Hanauer THC punktet oder nicht – der DHC hätte den direkten Wiederaufstieg in die Erste Regionalliga Süd in der Tasche und nach einer erfolgreich abgeschlossenen Saison allen Grund zum Feiern.
Dennoch bremst der DHC-Coach aufkommende Aufstiegseuphorie, die Unkonzentriertheit nach sich ziehen könnte. Ja, seine Truppe hat mit 28 doppelt so viele Punkte auf dem Konto wie die Hessen. Ja, Safo ging im Hinspiel 2:10 gegen die souveränen Dürkheimer unter. Und ja, Schanninger sieht sein Team in der Favoritenrolle, „und die nehmen wir auch an“.
Schanninger: „Safo nicht unterschätzen“
Dennoch betont der Coach: „Wir wollen und sollen Safo nicht unterschätzen.“ Für den Gegner aus Frankfurt geht mit 14 Punkten nach oben und nach unten nichts mehr. Vom „Für und Wider“ spricht Schanninger mit Blick auf die Lage bei Safo. „Sie müssen nicht mehr 100 Prozent geben, wenn es hart auf hart kommt. Können aber auch befreit aufspielen und werden uns ärgern wollen“, sagt der Trainer weiter. „Wir haben aber die spielerischen Mittel dafür. Wenn wir fokussiert sind, haben wir die besseren Karten.“
Und fokussiert war seine Mannschaft in dieser Woche vor allem am Dienstag. Nicht im Kader für Sonntag ist Ersatzkeeper Jonas Pacyna, der als Schiedsrichter bei den Süddeutschen Meisterschaften im Einsatz ist. Dafür sitzt erstmals Torwart Sebastian Herz bei den Herren auf der Bank, der gerade mit der A-Jugend Rheinland-Pfalz-Saar-Meister geworden ist, sich sicher gerne gleich am nächsten DHC-Titelgewinn beteiligen würde.
Mannschaft an Herausforderungen gewachsen
Optimal war die letzte DHC-Einheit am Donnerstagabend nicht, „aber wenn die Generalprobe nicht so gut war ...“, lässt Schanninger den Rest des Satzes unausgesprochen. Zurück im Training war Julius Neu, der zuletzt gefehlt hatte. „Wir sind auf jeden Fall frohen Mutes für das Spiel“, ergänzt der Coach überzeugt optimistisch. Und er hat dafür auch einen Grund: „Wir sind als Mannschaft an den Herausforderungen in dieser Saison gewachsen.“
Stimmt. Der DHC dominierte die Spielzeit bei nur einer Niederlage und einem Unentschieden. Die Pleite gegen Hanau (4:7) „war ein Schuss vor den Bug“, danach gab’s „zwei Nervenspiele, die wir für uns entschieden haben“ gegen TGS Vorwärts Frankfurt (3:2) und TV Alzey (12:9), sieht Schanninger sein Team gut durch die Delle in der Formkurve gekommen. Spiele, die in der vergangenen Saison aus Nervosität, Unerfahrenheit oder Unkonzentriertheit tendenziell eher verloren gegangen wären, hat der DHC diesmal gewonnen, wenn auch mal knapp wie am vergangenen Wochenende.
„High Noon“ am Sonntag um 12 Uhr
Es ist also angerichtet am Sonntag, 12 Uhr, beim entscheidenden Saisonspiel in der Halle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums. Oder, um es mit DHC-Coach Schanningers Worten zu sagen: „Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir diese Aufgabe lösen. Und das werden wir. Wir sind bereit für diesen High Noon.“