Bad Dürkheim Gelungene Überraschungen erheitern Zuhörer

Der Popchor Tonart setzte mit grünen Schals auf frühlingshafte Akzente und mutierte mit melodischen Songs zum Publikumsliebling.
Der Popchor Tonart setzte mit grünen Schals auf frühlingshafte Akzente und mutierte mit melodischen Songs zum Publikumsliebling.

160 Jahre Liedertafel – das ist ein Grund zum Feiern! Für den Ungsteiner Chor war es Anlass genug, dieses Jubiläum mit dem befreundeten Männerchor aus Bad Berka zu feiern. Chormusikliebhaber kamen am Freitagabend in der Salvatorkirche in den Genuss eines abwechslungsreichen Konzerts.

In Anlehnung an das Gründungsjahr 1859 hatte Chorleiter Erik Meßmer mit dem Gemischten Chor Werke der Romantik einstudiert. Die Zuhörer erfreute besonders der „Frühlingsgruß“ von Robert Schumann und die „Waldesnacht“ von Johannes Brahms. Mit Klavierbegleitung von Marta Waluga intonierte der Chor das klangvolle Lied „Zigeunerleben“ nach einem Gedicht von Emanuel Geibel, einem deutscher Lyriker, der auch den Text „Der Mai ist gekommen“ verfasste. Besonders hingebungsvoll sang der Chor das kleine Liebeslied „Des Abends kann ich nicht schlafen gehn“ und „Tanz am Feierabend“. Bereits seit 27 Jahren besteht die Chorfreundschaft mit der thüringischen Stadt Bad Berka, nicht ganz so lang ist deren neuer Chorleiter Benedikt Noll dabei. Für den Gastauftritt seiner Sänger in der Pfalz hatte er ein Programm zusammengestellt, das das Ungsteiner Publikum begeisterte. Mit dem Trinklied „Brüder, lagert euch im Kreise“ und „Weinland“ trafen die Sänger genau den richtigen musikalischen Geschmack der Pfälzer, auch die Sage vom Fliegenden Holländer und eine russische Volksweise gefielen den Zuhörern. Für die humorvolle Präsentation des Schlagers „Wochenend und Sonnenschein“ verwandelten sich die Sänger mittels dunkler Sonnenbrillen in eine Senioren-Boygroup. Diese Überraschung war mehr als gelungen und wurde daher vom Publikum mit begeistertem Klatschen gefeiert. Für Abwechslung zwischen den Auftritten sorgte Dirk Bichlmayer an der Orgel. Zur Einführung spielte er ein lebhaftes Präludium von Vincent Lübeck, einem Barockkomponisten der Norddeutschen Orgelschule. Der Choral mit fünf Variationen über „Geh aus mein Herz“ von Gottfried Fischer geriet ungewollt zu einer heiteren Einlage, als das Publikum schon nach dem dritten Stück applaudierte dann noch mit großem Erstaunen feststellen musste, dass noch zwei weitere Variationen folgten. Zum Abschluss spielte Dirk Bichlmayer das Präludium in F von Johann Christian Heinrich Rinck, einem Komponisten der Romantik. Publikumsliebling war eindeutig Tonart, der Popchor der Liedertafel, der mit leuchtend grünen Accessoires zur schwarzen Kleidung farblich frühlingshafte Akzente setzte. Mit Bedacht hatte Erik Meßmer für die Sänger melodisch ansprechende Songs ausgewählt wie „Dust in the Wind“, „May God be with you“ oder „Seasons of Love“. Überaus professionell wirkte das Schlusslied „Thank you for the Music“ von Abba, auf das als Zugabe der Reinhard May Titel „Gute Nacht, Freunde“ folgte und mit dem das stimmungsvolle Jubiläumskonzert einen runden Abschluss bekam.

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