Wachenheim
Gasleitung: Sanierung trifft Schüler und Winzer
Der Verteilernetzbetreiber Creos verlegt und saniert eine Leitung zwischen Wachenheim und Bad Dürkheim. Grund für die Maßnahme ist nach Angabe des Unternehmens die Stabilisierung der Gasversorgung. Betroffen ist der verlängerte Römerweg zwischen dem „Gashäuschen“ und dem Anschluss an die K7 – eine Strecke, die Schülerinnen und Schüler nutzen, um von Wachenheim aus ins Dürkheimer Schulzentrum zu fahren.
Wann die Arbeiten starten, steht laut Simona Häusner, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste bei der Wachenheimer Verbandsgemeinde, noch nicht fest. Die Firma wird voraussichtlich nicht vor Ende Oktober beginnen können. Noch ist unklar, wo eine für Schülerinnen und Schüler geeignete Umleitung verlaufen wird. Das von der Firma vorgelegte Konzept ist laut Häusner in der aktuellen Form nicht umsetzbar, weshalb die Verbandsgemeinde Nachbesserungen gefordert hat.
Betroffen von der Maßnahme sind auch die Winzer, deren Rebflächen von einer Seite aus nicht erreichbar sein werden. Laut einer Creos-Unternehmenssprecherin wurden die Winzer über die Maßnahme informiert, zwei Vertreter hätten zudem an einer Besprechung teilgenommen.
Verlegung zwischen Knopflöchern
Was ist genau geplant? Laut Wachenheims Bürgermeister Torsten Bechtel (CDU) erfolgt die Verlegung der Leitung auf einer Länge von 950 Metern. Vorgesehen sei eine Verlegung jeweils zwischen zwei Knopflöchern, sodass die Strecke nicht auf der Länge der gesamten Leitung geöffnet werden müsse. Für die Arbeiten werden etwa 20 Öffnungen entstehen, die jeweils zwischen zwei und drei Meter lang, etwa 1,5 Meter breit und rund zwei Meter tief sind. Über diese Öffnungen wird laut Bechtel die neue Leitung eingebunden.
Nach Abschluss der Maßnahme werden die Aufbrüche laut Bechtel wieder verschlossen und neu asphaltiert. „Wir erwarten, dass der Radweg hinterher wieder so aussieht“, so der Bürgermeister. Er betont, dass die Stadt versucht habe, „die Maßnahme in dieser Form zu vermeiden“. Eine Trassenführung in einem parallel verlaufenden Wirtschaftsweg habe jedoch nicht realisiert werden können.
Der Radweg war 2023 saniert worden, um einen soliden Grundaufbau des Weges zu schaffen. Vorher war dieser in keinem guten Zustand. Neben Rissen in der Fahrbahn wurde es zum Problem, dass das Wasser nicht richtig abfloss. Die Gesamtkosten beliefen sich nach Verwaltungsangaben damals auf etwa 161.000 Euro.