Wachenheim
Frühlingsspaziergang: Säume und Ränder mit Blüten
Von der Bahnhofstraße in Wachenheim zweigt der Speyerer Weg in die Weinberge ab und führt südwärts Richtung Forst. An der ersten Wegkreuzung kommt man an einer sogenannten Ruhbank vorbei. Bei solchen Vorrichtungen pflegten Lastenträger zu rasten. So trugen die Landfrauen ihre Güter oft auf dem Kopf. Auf den hohen Steinbänken konnten sie die Last absetzen und selbstständig wieder aufnehmen.
Leicht abfallend führt der asphaltierte Weg nach Süden. Nicht weit entfernt ragt der Forster Kirchturm auf. Ostwärts geht der Blick über die Rheinebene und nach Westen zu den Hängen der Haardt. Dort liegt Wachenheim mit der prägenden Georgskirche und mit der Wachtenburg im Hintergrund. Eingestreut ins frische Grün zieren blühende Hecken und Baumkronen die Landschaft.
Bald kommt man an den schmalen Lauf des Goldbachs. Er liegt auf dieser Strecke begradigt und eng eingefasst. Ihm folgt der Spaziergänger nach links. An der Böschung zeigen sich die Gehölze in stark zurück geschnittenem Zustand. Das gilt für den Schwarzdorn ebenso wie für viele Kirschbäume am Wegrand, deren Blütenpracht damit zu großen Teilen verloren ging. Ein weiterer Nachteil derart ausgedünnter Hecken und Gehölzstreifen ist, dass sie keinen ausreichenden Schutz für brütende Vögel bieten.
Inzwischen befindet sich der Spaziergänger auf Forster Gemarkung. Er folgt der Strecke immer geradeaus, sodass er auf einen grasbewachsenen Wegabschnitt kommt. Wo der Goldbach nach rechts schwenkt, ist nach wenigen Schritten die nächste Wegkreuzung erreicht. Dort steht ein Feldkreuz mit kunstvoller bronzener Christusfigur. Umgeben ist der Gekreuzigte von Strauchwerk, darunter eine Zierquitte, die jetzt leuchtend rot erblüht ist.
Auch unauffällige Blüten am Wegrand gibt es zu sehen, etwa das Blau der kleinblütigen Ehrenpreis-Pflanzen. Ein kurzes Stück geht es am anderen Bachufer zurück und dann rechts auf einen Grasweg. Er führt an einem ausgetrockneten Graben entlang. Dem nächsten Abzweig folgt man nach links, um wieder auf den Speyerer Weg und zum Ausgangspunkt zu kommen.