Bad Dürkheim RHEINPFALZ Plus Artikel „Fest der Nationen“: Stadt prüft finanzielle Unterstützung

Beim „Fest der Nationen“ kommen Spezialitäten aus aller Welt auf den Tisch.
Beim »Fest der Nationen« kommen Spezialitäten aus aller Welt auf den Tisch.

Kulinarik aus verschiedenen Ländern ist der Kern des „Fests der Nationen“. Findet es 2026 wieder statt und wer kümmert sich darum?

Speisen aus verschiedenen Ländern, zubereitet von Menschen aus aller Welt, gibt es beim „Fest der Nationen“. In Bad Dürkheim hat diese Veranstaltung bisher dreimal stattgefunden, zuletzt in der Vorweihnachtszeit 2024. Veranstalter war das „Bündnis für Vielfalt und Toleranz“. Das Bündnis kann aber nach eigenen Angaben unter anderem aus Krankheitsgründen das Fest nicht mehr stemmen. Die Mitglieder hatten deshalb im Sommer die Fraktionen im Stadtrat um Unterstützung gebeten. Das Ziel: ein Antrag im Gremium, um die Stadt um Hilfe zu bitten.

Letztlich brachte nun der Beirat für Migration und Integration am Dienstag das Anliegen in den Stadtrat. Er beantragte, das „Fest der Nationen – Kulinarische Vielfalt“ jährlich als festen Bestandteil des städtischen Angebots zu etablieren. Und zwar unter der Federführung und mit Finanzierung der Stadt. Das Aktionsbündnis wolle im kommenden Jahr ein letztes Mal mitwirken. Der Beirat wolle unterstützen.

Möglichkeit, Kontakte zu schließen

Ilona Hocker-Meinzer stellte als Vorsitzende des Migrationsbeirats den Antrag vor. „Bad Dürkheim kann Feste gestalten, das zeichnet unsere Stadt auch aus“, sagte sie. Das „Fest der Nationen“ sei eine Möglichkeit, dieses Angebot zu erweitern. „Die Menschen sollen sich integrieren, aber wohin sollen sie sich integrieren?“, so Hocker-Meinzer. Ein Fest auf dem Obermarkt biete die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu kommen.

Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt (CDU) sagte, die Stadt werde gerne mit Know-how und Manpower unterstützen. Sie selbst werde dabei sein, wenn die Gruppe um Ilona Hocker-Meinzer beim „Dürkheimer Advent“ in der Jurte am Römerplatz am 6. und 7. Dezember „Erfolgsgeschichten“ rund um Menschen mit Migrationshintergrund erzählt. Bauernschmitt hat philippinische Wurzeln. Für das kulinarische Fest müsse aus ihrer Sicht noch geklärt werden, wie es mit der Federführung und der Finanzierung aussehen soll. Schade wäre es aus ihrer Sicht, wenn sich das Ehrenamt komplett herausziehe, betonte Bauernschmitt.

„Wertvoller Impuls“

Judith Hagen (Grüne) begrüßte den Antrag. Die Veranstaltung sei eine „schöne Ergänzung“ des städtischen Angebots. Es wäre schön, wenn das Fest in ehrenamtlichen Händen bliebe. Sie verstehe aber, wenn es ehrenamtlich nicht allein zu stemmen sei. Jochen Schmitt (FWG) betonte, der Impuls sei wertvoll. Die Stadt sollte schauen, das Fest mit „vielen Playern“ am Leben zu halten und geordnet und organisch wachsen zu lassen. Unterstützung sagte Walter Schubert (FDP) von seiner Fraktion zu. Bad Dürkheim sei eine Stadt für alle Bürger, wichtig sei, darzustellen, was auf die Stadt zukomme.

Er sei dafür, das Thema im Wurstmarkt- und Festausschuss zu behandeln, sagte Markus Wolf (CDU). Bei den Ortsteilkerwen trete die Stadt auch nicht als Organisator auf, sondern unterstütze unter anderem durch ein Budget, betonte er. „Das war immer ein sehr schönes Fest“, sagte Ralf Lang (SPD). Im Stadtrat könne aber noch keine Zustimmung erfolgen, weil die Rahmenbedingungen noch nicht klar seien.

„Es wird seine Zeit brauchen“, sagte Hocker-Meinzer, die dem Prozess, erst in einem Ausschuss zu diskutieren, zustimmte. Welches Gremium es sein wird, blieb am Dienstag offen. „Auch ich habe keinerlei Interesse, dass es viel Geld kostet“, sagte sie.

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