Bad Dürkheim „Fügungen“ stimmen auf Jubiläumsjahr ein

Das Sommerprogramm „Wachenheim hält Hof“ des Heimatvereins Wachenheim geht in die zweite Runde. Ab Samstag bieten meterhohe Collagen des Künstlers Kurt E. Groß bei der Ausstellung „Fügungen“ im Rieslinghof Informationen zur Geschichte Wachenheims.
„Wachenheim im Zeitraffer“ beschreibt Friederike Beimborn vom Heimatverein die Ausstellung kurz und knapp. Die 30 großformatigen Collagen wurden aus Fragmenten und Schriftstücken von Zeitzeugen zusammengesetzt und erzählen die Geschichte Wachenheims von der Römerzeit bis zur Neuzeit. Die Werke bieten einen Vorgeschmack auf das Wachenheimer Jubiläumsjahr 2016, in dem gleich doppelt gefeiert wird: 675 Jahre Stadterhebung und 1250 Jahre Ersterwähnung. Die Geschichte beginnt nicht erst mit dem ominösen Jahr 766, für das der Name des fränkischen Weilers im Lorscher Codex erstmals urkundlich nachgewiesen ist. Die Bilderschau setzt bereits weit vor der Zeitenwende ein, als erst Kelten die Gegend besiedelten und schließlich die Nemeter und die Römer folgten. Verschiedene Fundstücke aus Archiven, Fotoalben, Grabungen und vom Wegesrand hat der Meckenheimer Grafik-Designer Groß in freier Assoziation in 30 großformatigen Collagen auf Leinwand zusammengesetzt. Daher hat Groß auch den Titel „Fügungen“ gewählt. Damit spielt er nicht nur auf die künstlerische Technik an, sondern auch auf die schicksalhaften Ereignisse, die sich „in den Stromschnellen der Geschichte verdichten“, wie es auf dem Titelblatt formuliert ist. Die Banderolen mit Texten, die zum Teil Zitate aus der neu aufgelegten Stadtgeschichte von Fritz Wendel sind, hat Michael Wendel beigesteuert. Bürgermeister Torsten Bechtel eröffnet die Ausstellung am Samstag, 11. Juli, um 12 Uhr. (lai) Öffnungszeiten Die Collagen der Ausstellung „Fügungen“ sind bis Freitag, 17. Juli, täglich von 11 bis 17 Uhr, Sonntag ab 12 Uhr, im Rieslinghof, Ecke Wein- und Friedelsheimer Straße, zu sehen.