Wachenheim
Ein Bagger namens Bruno – Kita-Kinder übernehmen besondere Patenschaft
Eine Taufe der besonderen Art haben in der vergangenen Woche die Kinder der Kita Pusteblume in Wachenheim gefeiert. Mit sechs Tonnen Gewicht war der Täufling allerdings recht wuchtig geraten, und statt Wasser wurde Splitt eingesetzt. Warum? Getauft wurde ein Bagger, dem die Kinder liebevoll den Namen „Bruno“ gegeben haben.
Die Firma Mersinger aus Esthal sei oft in Wachenheim mit Tiefbauarbeiten zugange, erklärt Kita-Leiterin Nadine Naab den Zusammenhang. „Sie haben es sich zur Tradition gemacht, dass immer Kindertagesstätten den Baggern einen Namen geben“, so die Kita-Leiterin. „Weil die Mitarbeiter dann sorgfältiger damit umgehen“, so habe Andreas Mersinger begründet, warum ein Arbeitsgerät einen Namen braucht.
Die Kita hatte im Vorfeld der Taufe Namen gesammelt, und die Kinder hätten sich letztlich für „Bruno“ entschieden, sagt Naab. Der Name ist nun auch an mehreren Stellen des weißen Baggers vermerkt.
Mit Baggerlied und Kartoffelsuppe
Zur Taufe wurde etwas Splitt auf die Schaufel des Kettenbaggers geworfen. Jedes Kind durfte die besondere Patenschaft besiegeln. „Es war auch meine erste Baggertaufe“, sagt Naab lachend über das besondere Erlebnis. Zur Feier des Tages gab es eine warme Kartoffelsuppe der Wachenheimer Landfrauen und Kinderglühwein. Die Kinder sangen ein Baggerlied.
Dass die Aufmerksamkeit für so einen Bagger mit Namen tatsächlich höher ist – nicht nur bei Baufirma-Mitarbeitern –, habe sich gleich am Montag in dieser Woche bewahrheitet, erzählt Naab. „Nadine, der Bruno wird geklaut“, habe ihr ein Kind berichtet. Das hatte den Abtransport des Baggers aus der Waldstraße, wo er nach einem Wasserrohrbruch im Einsatz war, beobachtet. Aber Entwarnung: Der „Bruno“ wird nur woanders eingesetzt. Die Kinder haben’s im Blick.