Hallenhockey
Coronavirus stoppt Dürkheimer Hockey-Herren
Am späten Samstagabend hat Herren-Coach Andreas Schanninger die Nachricht erhalten, dass ein Spieler zwei positive Schnelltests hatte. „Wir haben eine Vorsorgepflicht“, erklärt er, warum sich die Verantwortlichen am Sonntagmorgen dann für die Absage der wichtigen Begegnung gegen den Tabellenführer der Ersten Regionalliga Süd entschieden haben. Die Herren hatten am Donnerstagabend noch trainiert, Testen statt Hockey spielen war also nun angesagt.
U 18 gewinnt gegen TG Frankenthal
Gespielt haben dagegen die U18-Jungs des DHC. Am Samstag gewannen sie das Finale der Rheinland-Pfalz/Saar-Meisterschaft in eigener Halle mit 4:3 (1:2) gegen die TG Frankenthal und haben sich damit für die Süddeutschen Meisterschaften qualifiziert. Sie sollen in fünf Wochen in Darmstadt stattfinden. Coach Markus Förster war stolz auf seine Jungs, die die Begegnung mit der TG „deutlich stabiler“ gestaltet haben als in der Vorrunde. Da hieß es am Ende 4:4 „und wir sind ständig einem Rückstand hinterhergehechelt“.
DHC mit Heimvorteil
„Wir hatten zwar nicht die besseren physischen Voraussetzungen, waren aber taktisch und kämpferisch besser eingestellt“, erklärt der Trainer. „Am Ende haben wir den Ausgleich geschafft und die Führung erzielt“, freut sich Förster und hält den Sieg für verdient. Dabei hatte der DHC nicht nur den Heimvorteil in der Halle des Werner-Heisenberg-Gymnasiums auf seiner Seite, sondern stand nach der Absage von Halbfinalgegner Kreuznacher HC auch noch direkt im Endspiel, während sich die Frankenthaler zunächst gegen den TSV Schott Mainz durchsetzen mussten. 4:0 gewann die TG, ehe es gegen die Dürkheimer ging.
Dürkheimer geben trotz Rückstand nicht auf
Schanninger war als Unterstützung bei der Mannschaft dabei, das schien das Team zu beflügeln. Zwar fehlten Spieler aus gesundheitlichen Gründen, „aber Florian Helfrich, der für uns ein sehr wichtiger Spieler ist, war wieder da und hat geholfen, die Ausfälle zu kompensieren“, so Förster. Frankenthal war mit 2:0 und 3:1 in Führung gegangen, sein Team gab aber nicht auf. Nach emotionaler Halbzeitansprache des Trainerteams Förster/Schanninger kam der DHC mit taktischer Neuausrichtung zurück, traf dreimal binnen fünf Minuten (22., 24., 27.) und gewann. Neil Schroer, zweitjüngster Spieler in einer insgesamt jungen Truppe, rückte aus der Abwehr nach vorne, „und hat dort den Druck gemacht, den wir brauchen“.
Noch jünger als Schroer war nur Noah Brumm. Beide sind U16-Spieler, Schroer ist im zweiten, Brumm im ersten Jahr. Auch für Brumm hat Förster lobende Worte: „Er ist in seiner Altersklasse einer der Stärksten in Rheinland-Pfalz/Saar.“
DHC-Coach Förster findet: „Tolles Erfolgserlebnis für die Jungs.“
Brumm und auch Helfrich hätten den Trainingsrückstand von Schlüsselspieler Nico Mayerhöfer auffangen helfen, der aus gesundheitlichen Gründen kurzzeitig nicht trainieren konnte.
„Vor allem in der heutigen, schwierigen Zeit ist das ein tolles Erfolgserlebnis für die Jungs“, betont Förster und hebt zwei weitere Akteure hervor: Keeper Julius Struck und Lennart Molzahn. „Die beiden haben ihr letztes Spiel in der Jugend gemacht. Als Rheinland-Pfalz/Saar-Meister die Jugend in Richtung Herren zu verlassen, ist für die Jungs ein schöner Abschluss.“ Zwar sei aktuell die Teilnahme an den „Süddeutschen“ geplant, „aber man weiß ja auch nicht, was noch alles abgesagt wird“, ergänzt Förster. Molzahn hat schon Aktiven-Luft geschnuppert, zuletzt aber wegen des Abiturs das Herrentraining zurückgestellt. Struck wollte sich zunächst auf die Schule konzentrieren, er hat noch nicht entschieden, wie es für ihn