Wachenheim RHEINPFALZ Plus Artikel Burg- und Weinfest: Ein oder zwei Wochenenden?

Im vergangenen Jahr feierten die Wachenheimer das 50. Burg- und Weinfest.
Im vergangenen Jahr feierten die Wachenheimer das 50. Burg- und Weinfest.

Die Wachenheimer feiern ihr Burg- und Weinfest traditionell an zwei Wochenenden. Soll sich das im kommenden Jahr ändern? Der Wachenheimer Stadtrat hatte dazu am Donnerstag eine klare Meinung.

Das Wachenheimer Burg- und Weinfest wird traditionell am zweiten und dritten Juni-Wochenende gefeiert. Soll sich das – zumindest fürs Jahr 2024 – ändern und nur ein Wochenende gefeiert werden? Nein, sagt der Wachenheimer Stadtrat mehrheitlich. Nur die Grünen-Fraktion und Beigeordneter Manfred Bühler (FDP) stimmten für eine Variante, im kommenden Jahr nur an einem Wochenende zu feiern.

Dass es überhaupt zur Diskussion über die Länge des Weinfestes gekommen war, hatte im Wesentlichen zwei Gründe: Im kommenden Jahr finden am 9. Juni die Kommunalwahlen statt. Fallen also auf das zweite Juni- und damit ein Festwochenende. Die Wahl erfordere einen entsprechenden personellen und räumlichen Aufwand, skizzierte Bürgermeistern Torsten Bechtel (CDU). Zum anderen hatte es im vergangenen Jahren einige Beschwerden von Anwohnern gegeben, die sich über Beeinträchtigungen geärgert hatten. Ein Wochenende, so der Tenor der Anwohner, sei gut aushaltbar, zwei Wochen nicht.

Nach einer Diskussion mit Anwohnern im Ausschuss für Weinbau, Feld- und Waldbewirtschaftung sowie Wirtschaftsförderung und Tourismus am Montag war dem Stadtrat noch das Feiern an einem Wochenende empfohlen worden. Im Stadtrat sah das Meinungsbild allerdings anders aus. Die Mitglieder argumentierten vor allem mit der Tradition des Festes.

Marcus Scholz (CDU) sagte, gerade junge Menschen hätten nach Corona noch „Weinfest-Erfahrung“ nachzuholen. Patrick Räch (CDU) meinte, viele Leute hätten Spaß an den zwei Wochenenden, es gelte allerdings, die Belastungen für die Anwohner gering zu halten. Rüdiger Göbel (CDU) betonte, dass Vereine bei diesem Fest auch Einnahmen generierten. „Es war immer so und ich finde gut, dass es so ist“, sagte Hans-Jürgen Häfner (SPD).

Eine Änderung am Konzept sahen die meisten als notwendig an. „Es muss nicht immer Techno sein“, sagte Dorothea Geibel (FWG). Die Leute würden sich trotz Musik noch unterhalten wollen. Jürgen Rohr (SPD) meinte, die Tradition dürfe nicht in Frage gestellt, die Organisation des Festes aber verändert werden.

Nils Rosenberger (Grüne) war dafür, nur an einem Wochenende zu feiern. Aus seiner Sicht müsse zunächst ein Konzept aufgestellt werden. Die Stadt solle sich fragen, wen sie ansprechen wolle, so Petra Herriger (Grüne), die sich auch für ein Wochenende aussprach. „Die Welt verändert sich und wir uns mit“, argumentierte auch Bühler für ein Wochenende. Außer Deidesheim feiere keine Stadt in vergleichbarer Größe an zwei Wochenenden.

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