Hockey
Aufstieg für Dürkheimer HC weiter in die Ferne gerückt
Mit einer 0:3-Niederlage kehren die Dürkheimer Hockeydamen vom ersten Relegationsspiel um dem Regionalliga-Aufstieg aus München zurück. Der Sieg für den ESV sei verdient gewesen. Dennoch geben sich die Dürkheimerinnen nicht auf, wollen im Rückspiel noch einmal alles geben.
Sie wollten eigentlich eine bessere Ausgangslage erkämpfen, eine knappe Niederlage sei kein Beinbruch, hatten die DHC-Trainer Dirk Baumgarten und Uwe Krauß vorher erklärt. Mit 0:3 beim bayerischen Meister ESV München fiel die Niederlage dennoch höher aus als erhofft.
„Die waren schon sehr stark“, gibt Baumgarten zu, der in München auf seinen verhinderten Trainerkollegen Krauß verzichten musste. Und genau genommen sei das 0:3 noch gut für den DHC gewesen. Nur in den ersten fünf Minuten habe es so ausgesehen, als würden die Dürkheimerinnen mithalten können. Danach übernahmen die Gastgeberinnen das Spiel. Sowohl athletisch wie auch stocktechnisch seien die Münchenerinnen sehr gut gewesen. Zudem hätte man auch beim Wechsel von vier Spielerinnen gleichzeitig keinen Bruch im Spiel, keinen Leistungsabfall gesehen, betonte der Coach fast ein bisschen neidisch. Bei seinem eigenen Team mussten die spielen, die zur Verfügung standen, seien auch nicht alle richtig fit gewesen. So habe es kaum Entlastung für die Spielerinnen gegeben.
Die DHC-Damen hatten also reichlich zu verteidigen. Eigene Vorstöße nach vorne waren insgesamt selten. Zahlreiche Ecken mussten abgewehrt werden, gefühlt seien es zwölf bis 15 gewesen, meinte Baumgarten. Die hatten seine Damen aber gut verteidigt. „Wir wussten, was wir machen müssen“, erklärte er, dass sie die vom Video her kannten. Einmal waren die ESV-Damen aber doch damit erfolgreich. Die anderen zwei Treffer fielen aus dem Spiel heraus, der ESV sei mit viel Druck in den Kreis gekommen, das sei nicht immer zu verteidigen gewesen.
Bei der einzigen eigenen Ecke hingegen hatten die Dürkheimerinnen Pech. Der Ball ging vom Fuß einer Münchenerin ins Tor, aber da der Schiedsrichter zuvor schon den Regelverstoß gepfiffen hatte, zählte der Treffer nicht, sondern es gab eine Wiederholungsecke. „Mit dem einen Tor wäre es vielleicht ein bisschen anders gelaufen,“ meinte Baumgarten.
Auch sonst waren die Dürkheimer mit den Unparteiischen aus Baden-Württemberg nicht zufrieden. In der ersten Halbzeit wäre bei hohen Bällen immer falsch gegen die Dürkheimerinnen entschieden worden. In der Pause habe er die Schiedsrichter darauf aufmerksam gemacht, erzählte Baumgarten. Danach hätten sie zwar richtig entschieden, aber auch sonst hätten sie viele Pfiffe nicht verstanden. Zwar sei der ESV spielerisch besser gewesen, aber in einem Spiel, in dem man auf alles angewiesen sei, seien solche falschen Entscheidungen zermürbend. Sein Team habe dennoch gut gegengehalten, aber ständig unter Druck gestanden. Bei den hohen Temperaturen sei das zusätzlich anstrengend gewesen.
Geärgert hat sich Baumgarten auch über die unfreundliche Behandlung in München. Es habe sich eigentlich keiner richtig um die Gäste gekümmert und aufgrund eines Jugendspiels zuvor sei der Platz erst dreißig Minuten vor dem Anpfiff frei gewesen. Eine gute Spielvorbereitung sehe anders aus, hätten Spielerinnen und Trainer sich gerne länger mit dem unbekannten Untergrund vertraut gemacht. Auch wenn sie Konkurrenten seien, könne man doch freundlich miteinander umgehen, fand Baumgarten.
Nun müssen die DHC-Damen im Rückspiel am Samstag in Bad Dürkheim alles geben. „Wir haben jetzt nichts mehr zu verlieren“, sagte Baumgarten, dass sie jetzt noch mal alles geben müssten. Immerhin wird am Samstag Topscorerin Lydia Bechtoldt-Haase wieder dabei sein. Sie hat sich am Sonntag in Valencia mit der deutschen Ü35 den Europameistertitel gesichert. Damit ist Bechtoldt-Haase sicherlich topmotiviert und im richtigen Rhythmus, um auch für den DHC wieder Tore zu schießen.