Wachenheim Arbeiten an Gasleitung können nach Knochenfund weitergehen
Die Arbeiten an einer Gasleitung in der Wachenheimer Burgstraße vor der protestantischen Kirche dürfen nach dem Fund mehrerer menschlicher Knochen wieder aufgenommen werden. „Die Kriminalpolizei hat grünes Licht für die Fortsetzung der Arbeiten gegeben“, berichtet Kirchendiener Jürgen Bohl der RHEINPFALZ. Die von einer Baufirma vorgenommenen Erdarbeiten, die infolge eines georteten Gaslecks am Montag erforderlich wurden, mussten wegen des Knochenfunds unterbrochen werden. Der von der Kriminalpolizei verhängte Baustopp wurde genutzt, um das Alter der Knochen zu bestimmen. Nach Mitteilung Bohls ergaben die kriminaltechnischen Untersuchungen, die mit der Landesarchäologie in Speyer abgestimmt wurden, dass die Knochen etwa 150 bis 200 alt seien. Dies hatte der Kirchendiener bereits vermutet. Schließlich habe sich nach seinem Kenntnisstand im Bereich der geöffneten Straße früher der Kirchhof befunden, wo vor 100 bis 200 Jahren auch Menschen bestattet wurden. Sollten bei der Fortsetzung der Bauarbeiten weitere Knochen gefunden werden, werden diese ebenso wie die bereits aufgetauchten Knochen auf dem Friedhof ordnungsgemäß bestattet. Wann die Fachfirma in der Burgstraße weiterarbeiten werde, stehe noch nicht fest. Bohl kann sich vorstellen, dass dies vielleicht erst am Montag der Fall sein wird. Nach Auskunft der Baufirma bestehe für die Bevölkerung kein Grund zur Sorge. Aufgrund der geringen Menge ausströmenden Gases sei keine Gefahr in Verzug.