Rheinland-Pfalz Zur Sache: Partnerschaftsverein

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Seit 2009 leitet der frühere SPD-Politiker Richard Auernheimer (75) den Partnerschaftsverein Rheinland-Pfalz/Ruanda e.V. ehrenamtlich. Von 1999 bis 2007 war er Staatssekretär im Mainzer Sozialministerium. Der Verein ist beim Innenministerium angesiedelt, über ihn werden die meisten Hilfsprojekte abgewickelt, deshalb verwaltet er treuhänderisch zahlreiche in den örtlichen Vereinen oder von Initiativen eingenommene Spenden. Etwa 3,5 Millionen Euro, davon 1,3 Millionen aus dem Landeshaushalt, werden so jährlich in Ruanda investiert, sagt Auernheimer. Zusätzlich finanziert das Land mit 550.000 Euro pro Jahr das Partnerschaftsbüro in der ruandischen Hauptstadt Kigali und die Geschäftsstelle des Vereins in Mainz, in der Geschäftsführer Michael Nieden die Arbeit mit zwei Mitarbeiterinnen koordiniert. Die Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda besteht seit 1982, sie überstand den Völkermord im Jahr 1994. Damals wurden mindestens 800.000 Angehörige der Tutsi-Minderheit und gemäßigte Hutus von Hutu-Milizen ermordet.

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