Museen Pfälzer Sebastian Baden wird neuer Direktor der Frankfurter Schirn
„Es ist mir eine große Ehre, eines der wichtigsten und profiliertesten Ausstellungshäuser für moderne und zeitgenössische Kunst in Deutschland leiten zu dürfen“, erklärte Sebastian Baden dazu. An der Mannheimer Kunsthalle war der 1980 geborene Baden seit 2016 Kurator für zeitgenössische Kunst, Skulptur und Neue Medien. Die von ihm kuratierte Ausstellung „Mindbombs“ über „visuelle Kulturen politischer Gewalt“ ist dort noch bis zum 4. April zu sehen. Zuvor lehrte er sechs Jahre lang Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe.
Seinen neuen Job soll Baden zum 1. Juli 2022 antreten. Er folgt dann auf Philipp Demandt, der das Haus seit 2016 führte, und sich fortan ganz auf die Leitung des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung konzentriert. Wie die Stadt Frankfurt mitteilte, wurde die Personalie in der Sitzung des Schirn-Aufsichsrats am Donnerstag beschlossen. Die Ernennung erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung durch den Magistrat.
„Badens derzeitige Arbeit im Bereich der zeitgenössischen Kunst und an der Schnittstelle zu gesellschaftlichen Fragestellungen wird neue Impulse setzen“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender ist. Mit Baden habe man eine Persönlichkeit gewonnen, „die das Wechselspiel zwischen der Kunst und den drängenden Fragen der Gegenwart – Demokratie und Despotismus, Ökonomie und Ökologie – konsequent in den Blick nimmt“, sagte Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD).