Kultur Kulturnotizen: Größte deutsche Kunstmesse Art Cologne eröffnet

210 Aussteller aus 33 Ländern zeigen bis Samstag bei der 52. Art Cologne in Köln Werke zeitgenössischer Kunst sowie der klassischen Moderne. Auf der größten deutschen Kunstmesse werden Arbeiten von über 2000 Künstlern angeboten. „Die Kunstwelt hat sich in den letzten zehn Jahren rasant weiterentwickelt“, sagte Direktor Daniel Hug bei der Eröffnung. Bei allen Veränderungen bleibe Deutschland jedoch eines der wichtigsten Länder für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Art Cologne ist die älteste Kunstmesse der Welt. Sie wurde 1967 als „Kunstmarkt Köln“ gegründet. Kunst auf einer Verkaufsmesse anzubieten, war damals eine ganz neue Idee, die schnell international kopiert wurde. Rund 130 Werke aus dem Erbe des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt sind ab heute im schweizerischen Kunstmuseum in Bern zu sehen. Die „Bestandsaufnahme Gurlitt Teil 2: Der NS-Kunstraub und seine Folgen“ umfasst unter anderem Werke von Claude Monet, Auguste Renoir und Max Beckmann. Viele davon waren bereits in der Gurlitt-Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle zu sehen. Während in Bonn die Rolle der Opfer stark beleuchtet wurde, hat Bern mehr Augenmerk auf Gurlitts Geschäfte und Verflechtung mit dem NS-Regime gelegt, wie Kuratorin Nikola Doll erklärte. Es zeigt unter anderem Protokolle von Vernehmungen Gurlitts durch die US-Armee. Der britische Architekt und Architekturhistoriker Kenneth Frampton bekommt für sein Lebenswerk den Goldenen Löwen der Architektur-Biennale in Venedig. Die Auszeichnung soll ihm am 26. Mai verliehen werden. Vor allem wurde Framptons kritische Auseinandersetzung mit der Architekturgeschichte gelobt. Die Architektur-Schau findet 2018 zum 16. Mal statt. Sie öffnet vom 26. Mai bis zum 25. November und steht unter dem Motto „Freespace“.