Kultur Apache 207 setzt bei seinem ersten Fernsehauftritt politisches Statement
Bei seinem ersten Fernseh-Auftritt überhaupt überraschte der Ludwigshafener Rapper Apache 207 nicht nur mit einem sehr persönlichen Song, sondern auch mit einer politischen Botschaft. Am Montagabend war der Musiker bei der Sendung „Late-Night-Berlin“ auf ProSieben zu Gast. Zuvor hatte der 22-Jährige den Auftritt auf dem sozialen Netzwerk Instagram angekündigt. Da Apache dafür bekannt ist, keine Interviews zu geben, hatte diese Ankündigung für Aufruhr unter den Fans gesorgt.
„Apache gibt es wirklich. Ich hab ihn heute schon gesehen. Er ist total groß. Vier Meter glaube ich“, scherzt Moderator Klaas Heufer-Umlauf. Tatsächlich ist die Körpergröße des Rappers ein echtes Erkennungsmerkmal. Sie liegt aber „nur“ bei erstaunlichen zwei Metern.
Persönlicher Song und ein klarer Aufruf
44 Minuten nach Showbeginn , stand der Ludwigshafener, der im Stadtteil Gartenstadt aufgewachsen ist, auf die Bühne und präsentierte seinen neuen Song „Matrix“. Darin erzählt er sehr persönlich von Erlebnissen aus seiner Vergangenheit. Während seines Auftritts setzte der 22-Jährige außerdem ein politisches Statement. Er trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Pray for Hanau“, zu Deutsch: „Betet für Hanau“. Dabei bezog er sich auf die Attentate im hessischen Hanau, bei der elf Menschen getötet wurden, neun davon mit Migrationshintergrund. In den sozialen Netzwerken wird der Rapper für diese Aktion gefeiert. „Ich bin sprachlos! Danke Apache“, schreibt zum Beispiel ein Nutzer.
Kein Interview im Fernsehen
Der Ludwigshafener blieb trotzdem seinem Prinzip der Verschwiegenheit treu. Er ließ das Statement auf dem T-Shirt für sich sprechen und sagte bei der Sendung nur zwei Wörter: „Dankeschön, Berlin.“
Mit über 151 Millionen Aufrufen auf der Musikplattform Spotify gilt der Hit „Roller“ von Apache 207 als der bis dato erfolgreichste Song der Streamingplattform in Deutschland.