Kultur 50 Zeilen Nachklang: Gelungener Start ins Offenbach-Jahr

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2019 ist Offenbach-Jahr. Der Komponist wurde vor 200 Jahren als Jakob Offenbach in Köln geboren und machte als Jacques eine steile Karriere als ebenso witziger wie bissiger musikalischer Kommentator des Treibens in der französischen Hauptstadt Paris. Vor allem seine Operetten sind zum Teil Spiegelungen einer dekadenten, vergnügungssüchtigen Pariser Gesellschaft. Aber es gibt ja auch noch die Opern Offenbachs, allen voran die letztlich unvollendet gebliebene Romantik-Oper „Hoffmanns Erzählungen“. In den Theatern in der Region spielt das Offenbach-Jubiläum aber nicht so die ganz große Rolle, zumindest nicht in der laufenden Spielzeit. Lediglich am Badischen Staatstheater in Karlsruhe gibt es eine Neuinszenierung von „Hoffmanns Erzählungen“, und nachdem die Rheinoper in Straßburg eine komische Oper wiederentdeckt hatte, präsentierte das Mannheimer Nationaltheater in diesem Monat eine absolut sehenswerte Neuinszenierung von „Orpheus in der Unterwelt“. Der Inszenierung von Markus Bothe gelingt es, gut gemachte Unterhaltung zu bieten, ohne dass dabei der Tiefgang auf der Strecke bleiben würde. Sie erzählt einerseits die Emanzipationsgeschichte der weiblichen Hauptfigur Eurydike, die von Amelia Scicolone ganz zauberhaft verkörpert wird. Die junge Frau begehrt gegen die Götter auf und feiert am Ende der Operette ihre Unabhängigkeit und Freiheit. Andererseits ist die Inszenierung auch ein Feuerwerk an witzigen und urkomischen Ideen. Und da überdies auch noch sehr ansprechend gesungen und vom Nationaltheater-Orchester äußerst spritzig musiziert wird, steht der berühmten Champagnerlaune eigentlich nichts im Wege. Möglichkeiten, die Operette „Orpheus in der Unterwelt“ im Mannheimer Nationaltheater zu erleben, gibt es noch am 3., 8. und 13. März.

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