Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Mit drei Standardtoren auf Rang zwei

Jubel beim FKP nach der frühen Führung: von links Torschütze Yannick Grieß, der später zum 3:1 erfolgreiche Marc Erhart, Edonart
Jubel beim FKP nach der frühen Führung: von links Torschütze Yannick Grieß, der später zum 3:1 erfolgreiche Marc Erhart, Edonart Leposhtaku und Luka Dimitrijevic, der das 2:1 machte.

Der erste Teil des Koblenz-Doppelpacks ist gelungen: Am späten Mittwochabend setzte sich der FK Pirmasens im Stadion Oberwerth mit 5:1 beim FC RW Koblenz durch, bevor am Samstag Oberliga-Neuling Cosmos Koblenz auf der Husterhöhe gastiert.

Standardsituationen sind normalerweise eine Stärke des FC RW Koblenz, doch diesbezüglich war der FK Pirmasens am Mittwochabend besser als sein Gastgeber. Drei Tore erzielte der FKP nach ruhenden Bällen, siegte so mit 5:1 (1:1) beim Regionalliga-Absteiger und rückte in der Tabelle der Fußball-Oberliga auf den zweiten Platz vor. „Wir haben eben gute Schützen und ein paar Jungs mit Gardemaß“, merkte Innenverteidiger Yannick Grieß dazu an.

Er selbst köpfte in der dritten Spielminute nach einer Ecke von Kevin Büchler auf das Koblenzer Tor, und von RW-Spieler Leon Gietzen sprang der Ball zum 1:0 für „die Klub“ über die Linie. Wertet man dies als Tor von Grieß, war’s im elften Saison-Einsatz bereits sein sechster Treffer – für einen Abwehrspieler eine überragende Quote.

1:1 nach sechs Minuten

Jener Gietzen glich nur drei Minuten später mit einem für FKP-Keeper Benjamin Reitz überraschenden 25-Meter-Schuss zum 1:1 aus. Die Partie begann spektakulär, flachte dann aber ab, weil den Gästen in der ersten Hälfte die Durchschlagskraft fehlte und die dominierenden Koblenzer aus ihrer Überlegenheit kein Kapital schlugen. Der beste Torjäger von Rot-Weiss, der Ex-Pirmasenser Niklas Doll, saß verletzt nur auf der Tribüne. Beim FKP waren kurzfristig die erkrankten Markus Happersberger und Artur Santos ausgefallen; Nico Jeckel machte anstelle von Santos als Ersatztorhüter die Reise ans Deutsche Eck mit. Grieß: „Wir haben eine katastrophale erste Hälfte gespielt und dann in der Pause ein paar Sachen nachjustiert.“

Büchlers Elfer gehalten

Die zweite Halbzeit war keine Minute alt, als Tyler Wozny nach einer Hereingabe von Luka Dimitrijevic den Ball im eigenen Strafraum mit dem Oberarm spielte und der auch in dieser heißen Partie stets kühlen Kopf bewahrende Schiedsrichter Philipp Michels auf den Punkt zeigte. Schlussmann Maximilian Grote parierte zwar den Elfmeter von Kevin Büchler, aber Dimitrijevic setzte am entschlossensten nach und grätschte den Ball zum 2:1 für Pirmasens über die Linie (47.).

Nun lief’s für den FKP: Zunächst sah der Koblenzer Nihat Farajli nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot (53.), und nur sechs Minuten später fiel die Vorentscheidung. Dimitrijevics Freistoß erreichte über die Zwischenstation Grieß den Kopf von Marc Erhart (59.) – 3:1. Erhart spielte erneut anstelle von Dennis Krob Mittelstürmer, der nach wohl ausgeheiltem Muskelfaserriss zwar zum Aufgebot zählte, aber nicht eingewechselt wurde.

Tolles Tor von Bohl

Koblenz hatte in Unterzahl nicht mehr viel entgegenzusetzen und kassierte in der 83. und 88. Minute zwei weitere Gegentore. Erst traf Daniel Bohl mit einem satten 14-Meter-Volley-Außenristschuss, dann war Maurice Schnell nach einer Hereingabe von Manuel Grünnagel erfolgreich. Grünnagel musste in der ersten Halbzeit behandelt werden. „Die erste Vermutung ist ein Nasenbeinbruch“, informierte Co-Trainer Hagen Burkart. Der Rechtsverteidiger spielte trotzdem durch.

„Wir waren in der ersten Halbzeit faul. Das haben wir in der Kabine deutlich angesprochen. Der Knackpunkt war die Gelb-Rote Karte gegen Koblenz“, zog FKP-Chefcoach Martin Gries sein Fazit.

SO SPIELTEN SIE

FK Pirmasens: Reitz - Grünnagel, Grieß, Leposhtaku (46. Deho), Weisenborn (46. Vogt) - Bohl (86. Jung), Becker - Scherpf (81. Lennart Vogt), Büchler, Dimitrijevic (69. Schnell) - Erhart.

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