1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Kalte Duschen, ein „Ausgerechnet“-Moment, Ache: FCK schlägt Osnabrück 3:2

Besaß mit die größte Chance im ersten Abschnitt: Ragnar Ache.
Besaß mit die größte Chance im ersten Abschnitt: Ragnar Ache.

Nach dem Erfolg in Rostock setzen die Roten Teufel einen weiteren Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Zweiten Liga. Sie haben nun drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang.

Die Hoffnungen all jener Anhänger des 1. FC Kaiserslautern, die in dem 3:0-Erfolg beim FC Hansa Rostock die Trendwende zum Guten ausgemacht hatten, wurden am Sonntagnachmittag nicht enttäuscht. Gegen das Tabellenschlusslicht VfL Osnabrück kamen die Roten Teufel zu einem 3:2 (0:0). Aufgrund des Rostocker 1:0-Sieges am Freitag bei Eintracht Braunschweig stand schon vor dem Anpfiff fest, dass die Roten Teufel 15. des Klassements bleiben würden. Nun haben sie drei Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang.

Vor 42.008 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion schickte FCK-Trainer Friedhelm Funkel die identische Startformation auf den Rasen wie in Rostock. Der Gastgeber begann druckvoll. Schon in der dritten Spielminute kam Aaron Opoku zu einem ersten Abschluss, den der Osnabrücker Torwächter Philipp Kühn entschärfte. Zwei Minuten danach packte Kühn sich einen abgefälschten Schuss, den Filip Kaloc abgesetzt hatte. Weitere zehn Minuten im Anschluss rutschte Ragnar Ache haarscharf an einer flachen Hereingabe von Tymoteusz Puchacz vorbei.

Lebendige Startphase

Hatte der FCK das Geschehen in der Anfangsphase deutlich bestimmt, setzte nun auch der Gast Akzente. Einen Pass von der rechten Außenbahn vom Fuße Christian Joe Contehs bugsierte Erik Engelhardt mit der Hacke recht knapp am Pfosten vorbei (17.). Für den so wichtigen Vergleich zweier Kellerkinder entspann sich eine doch recht unterhaltsame Begegnung, in welcher der VfL Osnabrück bis dahin öfter am Ball war, ein klein wenig mehr Zweikämpfe für sich entschied und die etwas bessere Passquote aufwies.

Nach der lebendigen Startphase beruhigte sich die Partie etwas. Es dauerte bis zur 41. Minute, ehe Ragnar Ache die nächste notierenswerte Chance verbuchte. Allerdings bekam der 25-jährige Mittelstürmer nach einer Flanke Puchaczs nicht ausreichend Druck hinter seinen Kopfball, um Kühn in Schwierigkeiten zu bringen.

Fragiles Gebilde, nächster Duschgang

Kaum hatte der zweite Abschnitt begonnen, standen die Roten Teufel unter der eiskalten Dusche. Kleinhansl trat einen Eckstoß an den Fünfmeterraum, Niehues klärte unzulänglich auf Puchacz, Erik Engelhardt kam an den Ball und schoss diesen mit links ins Netz (48.). Sofort war spürbar, wie fragil das FCK-Konstrukt dieser Tage ist. Verunsicherung hielt Einzug. Weiteren Schaden nahm der FCK nicht.

Im Gegenteil: Nach einer Puchacz-Ecke schraubte Ragnar Ache sich auf die ihm ureigene Art nach oben und köpfte zum Ausgleich ein (66.). Es folgte Duschgang zwei: Infolge einer Ecke schwamm der FCK im Deckungsverbund, Diakhite köpfte das Spielgerät mit einer Bogenlampe aus spitzem Winkel ins Netz (69.). Etliches deutete nun auf die 14. Saisonniederlage hin. Doch es gab einen „Ausgerechnet“-Moment: Ausgerechnet der ehemalige Osnabrücker Ba-Muaka Simakala glich für den FCK erneut aus – mit einem krachenden Volleyschuss aus 18 Metern in den Winkel (78.). Die Einwechslung des 27-Jährigen hatte sich gelohnt. Nicht nur in dieser Szene. In der zweiten Minute der Nachspielzeit sah Simakala Richmond Tachie, dessen Pass verwertete Ache zum Sieg. Der „alte“ Betzenberg war wieder da.

Marlon Ritter sah die fünfte Gelbe Karte. Er wird am kommenden Samstag in Hannover gesperrt fehlen.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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