Motorradsport RHEINPFALZ Plus Artikel Pfälzer Sandbahnspektakel in Altrip: Römerjagd auf dem „Ei“

Seitenwagenlegende Karl Keil (Nummer 4) ist diesmal in Altrip in neuer Rolle unterwegs – im Dienst des Nachwuchses.
Seitenwagenlegende Karl Keil (Nummer 4) ist diesmal in Altrip in neuer Rolle unterwegs – im Dienst des Nachwuchses.

Der „Goldene Römer von Altrip“ gehört zu den begehrtesten Trophäen im Sandbahnsport. An Fronleichnam wird er wieder vergeben.

2025 tröstete sich Lukas Fienhage mit dem Sieg im Sonderlauf um den „Römer“ über den verlorenen Gesamtsieg hinweg und würde sich gerne in diesem Jahr den Doppelsieg sichern, nachdem er bereits beim Sandbahnrennen in Herxheim schnell unterwegs war. „Wir hatten den ganzen Tag über ein gutes Set-Up gehabt, und ich war unwahrscheinlich schnell. Auch aus dem Start, wo ich losgelassen habe und so wegfahren konnte“, zeigte sich Fienhage mit seiner Leistung beim Regenabbruch an Christi Himmelfahrt in Herxheim zufrieden.

Er möchte nun gerne beim zweiten großen Sandbahnrennen in der Pfalz daran anknüpfen. Leicht werden es ihm jedoch die Konkurrenten, allen voran Dave Meijerink aus den Niederlanden, der im vergangenen Jahr die Tageswertung gewann, nicht machen.

Nachwuchsarbeit trägt Früchte

Besonders stolz ist der MSC Altrip, dass in der nationalen Soloklasse mit Julien Walter aus Mutterstadt und Kiara Reiffert aus Altrip gleich zwei Eigengewächse im Fahrerfeld stehen. Die seit 2023 laufende Jugendarbeit des MSC trägt langsam Früchte. Zu den großen Unterstützern des MSC-Nachwuchses gehört auch der Odenwälder Karl Keil, der sich als Seitenwagenfahrer in der Pfalz bereits einen Namen gemacht hat. Seit 1971 fuhr Keil, zunächst als Beifahrer selbst Rennen in der Seitenwagenklasse und wechselte dann ein Jahrzehnt später selbst an den Lenker. Zwei Europameistertitel sowie drei deutsche Meistertitel fuhr er in seiner aktiven Laufbahn ein und feierte sogar 2021 sein 50-jähriges Jubiläum auf der Rennbahn.

Haudegen in neuer Rolle

In diesem Jahr fehlt Keil in der Startaufstellung: Erstmals seit Jahren wird der Haudegen nicht mehr selbst am Gashahn drehen, bringt sich aber dennoch umfassend in Altrip mit ein – in neuer Rolle. „Der Karl packt bei uns bei der Geländepflege mit ein und ist als Ansprechpartner für die Jugendlichen in motorischen oder technischen Dingen mit dabei“, wird der 72-Jährige von Seiten des MSC Altrip für sein Engagement gelobt. Doch auch ohne Karl Keil im Feld stehen gleich acht Seitenwagenteams im Starterfeld für das Rennen in Altrip. Die große Frage ist, ob es jemand schaffen wird, die Seriensieger Markus Venus und Markus Eibl auf dem Altriper „Ei“ zu bezwingen.

Rennstart des Hauptrennens ist um 13.30 Uhr mit dem ersten Punktelauf. Bereits am Vormittag finden ab 9.25 Uhr Trainingsläufe und erste Punkteläufe der nationalen Klassen statt.

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