1. FC Kaiserslautern
Im Pokal in Fürth fehlen dem FCK erneut zwei Schlüsselspieler
Es ist wieder so weit: Der 1. FC Kaiserslautern muss im DFB-Pokal ran. In der zweiten Runde treffen die Roten Teufel am Mittwochabend (18 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de) auf die SpVgg Greuther Fürth. In Franken geht es um die Frage, welcher der beiden Fußball-Zweitligisten das Achtelfinale Anfang Dezember erreicht.
Es ist noch gar nicht so lange her, da standen sich die beiden Klubs in der Zweiten Bundesliga gegenüber. 3:0 gewann der FCK im September im Fürther Ronhof. Fast die gesamte Partie hatte die Mannschaft von Cheftrainer Torsten Lieberknecht damals in Überzahl gespielt. Und die Franken befinden sich inmitten einer waschechten Krise, stehen auf Tabellenplatz 14, haben in den vergangenen beiden Ligaspielen zehn Gegentreffer kassiert, nur ein Tor selbst geschossen. Für das Pokalspiel hat der Verein ein Endspiel ausgerufen. Ob das für Trainer Thomas Kleine gilt, wurde nicht genauer präzisiert. FCK-Torhüter Julian Krahl glaubt, dass es im Pokal unangenehm werden könnte. „Ich fürchte, dass es dort sehr eklig wird. Fürth hat sich auf die Fahnen geschrieben, aus dem Negativtrend herauszukommen. Und ein Pokalspiel ist dafür genau richtig. Es wird sehr schwer für uns“, sagte er nach dem 1:1 der Roten Teufel am vergangenen Sonntag gegen Nürnberg. Sein Trainer warnt auf der Pressekonferenz vor allem vor dem Umschaltspiel der Hausherren.
Prtajin und Kim fehlen weiter
FCK-Sportdirektor Marcel Klos sprach nach dem Unentschieden am Sonntag von einer „knackigen, intensiven Woche“. Am kommenden Sonntag geht es in der Liga weiter. Der FCK muss nach Düsseldorf zu Ex-Trainer Markus Anfang (13.30 Uhr, Liveblog auf rheinpfalz.de). Ausgerechnet nun kommen personelle Sorgen auf. Gegen Nürnberg fehlte gleich eine gesamte Achse. Abwehrstabilisator Ji-soo Kim plagte eine Zerrung, Top-Torjäger Ivan Prtajin musste mit einem kleinen Muskelfaserriss in der Ferse passen. Und Fabian Kunze fehlte aufgrund einer Gelbsperre. Und so schaffte es der ersatzgeschwächte FCK nicht, seinen knappen 1:0-Vorsprung über die Zeit zu retten, musste kurz vor Schluss den Ausgleich hinnehmen.
In Fürth muss der FCK weiterhin auf Prtajin und Kim verzichten. Die beiden befinden sich laut FCK im individuellen Training. Das gilt auch für den zuletzt aussortierten Mahir Emreli, der gegen den 1. FC Nürnberg erkrankt gar nicht erst zur Verfügung stand. „Wir mussten gegen Nürnberg eine ganze Achse ersetzen“, sagt Lieberknecht am Dienstag vor dem Pokalduell. Nun kehrt immerhin Kunze auf den Rasen zurück.
Klos will gewinnen
In der Liga liegt der FCK derzeit auf Kurs, sein erklärtes Saisonziel zu erreichen. Er möchte besser abschneiden, als im Vorjahr, besser als Platz sieben. Damit möchte der Klub im Aufstiegsrennen mitmischen. Für den FCK kommt es aber nicht in Frage, für dieses Ziel im Pokal gegen Fürth einen Gang zurückzuschalten und Kräfte zu sparen. „Wir fahren da hin, um eine Runde weiterzukommen“, sagte Sportdirektor Klos nach dem Nürnberg-Spiel bestimmt.
Denn mit dem Erreichen jeder neuen Runde wächst die Prämie, die die Roten Teufel vom DFB einstreichen. Nach dem 7:0 zum Auftakt gegen den Oberligisten Stahnsdorf im August sind dem FCK schon jetzt 635.658 Euro sicher. Das geht aus den Prämiensätzen des Verbandes hervor. Beim Erreichen der nächsten Runde, dem Achtelfinale, winken dann 847.544 Euro. Diese Summe käme dem FCK beim Ringen um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga sicherlich gelegen.
Lieberknecht will rotieren
Personell wird Lieberknecht in Fürth nicht nur durch die Rückkehr von Kunze umstellen. „Wir werden mit Sicherheit auf der ein oder anderen Position rotieren, den ein oder anderen frischen Spieler bringen“, sagt der Haßlocher am Dienstag.
In der vergangenen Saison war die Pokalreise des FCK vor ziemlich genau einem Jahr beendet. Gegen den späteren Cupsieger VfB Stuttgart unterlag das Team – damals noch unter Markus Anfang – mit 1:2. Zum Auftakt gelang 2024/25 in Runde eins ein 2:1 über den FC Ingolstadt. Dass sich eine lange Pokalsaison durchaus lohnen kann, hatten die Roten Teufel 2023/24 erlebt. Der Einzug ins Pokalfinale (0:1 gegen Leverkusen) brachte ihnen einen äußerst warmen Geldregen ein. In der laufenden Saison ist es bis Berlin noch ein langer Weg. Und wenn man Torhüter Krahl glaubt, steht dem FCK nun in Fürth ein recht steiniger Abschnitt bevor.
