1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel FCK freut sich über Mitglieder-Rekord und Pokal-Millionen

Geschäftsführer Thomas Hengen liefert erfreuliche Zahlen aus der vergangenen Saison.
Geschäftsführer Thomas Hengen liefert erfreuliche Zahlen aus der vergangenen Saison.

Zuerst die Entschuldung, dann das Nachwuchsleistungszentrum und schließlich das Fritz-Walter-Stadion. Diesen bedächtigen Weg will der 1. FC Kaiserslautern mittelfristig gehen – trotz ausgezeichneter Zahlen im Geschäftsjahr 2023/24.

Sowohl der eingetragene Verein 1. FC Kaiserslautern, die Mutter im FCK-Konzern, als auch die KG auf Aktien (KGaA) für die Profiabteilung haben im vergangenen Geschäftsjahr Gewinn gemacht. Der Verein dank der deutlich gestiegenen Mitgliederzahl rund 300.000 Euro, die KGaA wegen der Pokalerfolge 4,7 Millionen Euro. Diese Zahlen sind bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend vorgelegt worden. Der Verein sei finanziell deutlich stabiler geworden, fasste Verwaltungsratsvorsitzender Rainer Keßler die Entwicklung bis zum 30. Juni zusammen.

An dieser Stelle finden Sie unseren aktuellen Podcast via Podigee.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Am meisten gespannt waren die Mitglieder – fast 250 kamen auf Ebene 1900 zusammen, dazu zeitweise bis zu 1500 online – natürlich auf die Entwicklung der KGaA; auch wegen der deutlichen Mehreinnahmen aus den unerwarteten Pokalerfolgen. Rund 8,4 Millionen Euro Mehreinnahmen hat die Reise bis ins (verlorene) Pokalfinale dem FCK zusätzlich in die Kassen gespült, von denen einiges umgehend wieder investiert wurde. Beispielsweise in das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ), für das Geschäftsführer Thomas Hengen reklamierte, dass dort für die zuletzt positive Entwicklung der Jugend und die zweite Mannschaft bessere infrastrukturelle Voraussetzungen geschaffen werden müssten. Hengen betonte, dass ein eigenes kleines Stadion im NLZ in seinen Augen für die Zukunft des Vereins wichtiger als ein möglicher Rückkauf des Fritz-Walter-Stadions sei. „Und das möglichst bald.“

Ein neues Umsatzhoch

Vor allem die Pokalerfolge bescherten dem FCK ein neues Umsatzhoch mit 61,9 Millionen Euro. Allerdings nicht nur getragen von den Pokaleinnahmen, sondern beispielsweise auch durch einen Rekord beim Verkauf von Fanartikeln. 45.047 Trikots wurden im vergangenen Geschäftsjahr nachgefragt – im Jahr zuvor waren es noch 29.650 gewesen, 2021/22 sogar nur 13.392. Und auch für diese Saison sehe es sehr gut aus, sagte Hengen, der der Mannschaft bis dato „eine stabile und ordentliche Leistung“ in der Hinrunde der Zweiten Liga bescheinigte.

An dieser Stelle finden Sie unseren aktuellen Podcast via Podigee.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Wie sehr Wohl und Wehe des eingetragenen Vereins von den Erfolgen der ersten Mannschaft abhängt, daran ließen Verwaltungsratsvorsitzender Keßler und der gesamte Vorstand keinen Zweifel. Denn sportliche Erfolge befördern auch die Mitgliederentwicklung – inzwischen auf die Rekordzahl von 39.910 (Stand 27. November). Damit hat der FCK seine Mitgliederzahl seit Start der Kampagne im Februar 2022 verdoppelt. Und Vorstandsmitglied Gero Scira, unter anderem für die Mitgliederwerbung zuständig, sagte, im kommenden Jahr solle die Zahl 40.000 erreicht werden. Helfen soll dabei auch die reformierte Beitragsordnung, die die Mitgliedschaft für Familien attraktiver macht.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Überschuss von gut 300.000 Euro

Die zusätzlichen Mitglieder und ihre Beiträge haben dem FCK im vergangenen Jahr rund eine halbe Million zusätzlich an Einnahmen beschert, so dass am Ende des Geschäftsjahres am 30. Juni ein Überschuss von gut 300.000 Euro steht. Das sind zwar 50.000 Euro weniger als im vergangenen Jahr, aber dadurch erklärbar, dass mit steigender Mitgliederzahl bei gleichzeitig steigender Aktivität in den Abteilungen auch die Kosten steigen.

Das Geld braucht der FCK e.V. dringend, denn in den nächsten dreieinhalb Jahren steht die Rückzahlung der Schulden nach der Insolvenz an. Laut Bilanz waren dies zur Jahresmitte noch 6,167 Millionen Euro, inzwischen laut dem für die Finanzen zuständigen Vorstandsmitglied Tobias Frey noch rund 5,5 Millionen Euro. Zur Jahresmitte 2025 müssen 1,47 Millionen Euro getilgt werden, im darauffolgenden Jahr weitere 1,5 Millionen Euro. Diese beiden Zahlungen hofft der FCK, dank der gestiegenen Mitgliederzahlen aus eigenen Mitteln erledigen zu können. Aber den großen Brocken, 2,4 Millionen Euro Mitte des Jahres 2028, wird er anders finanzieren müssen. Wahrscheinlich durch den Verkauf von Anteilen an der KGaA.

Ein Verein zum Wohlfühlen will der FCK sein: Mitglieder konnten sich bei der Jahreshauptversammlung mit der Meisterschale fotogr
Ein Verein zum Wohlfühlen will der FCK sein: Mitglieder konnten sich bei der Jahreshauptversammlung mit der Meisterschale fotografieren lassen.

Fansäule als drittes Standbein

Käufer könnten dann Mitglieder und Fans sein, die sich auch finanziell an ihrem Verein beteiligen wollen. Denn bis spätestens Anfang 2026 will der Vorstand den Weg gefunden haben, wie die Fansäule als drittes Standbein der Finanzierung geöffnet werden kann. Dies könnte durch den Direktverkauf von Anteilen, aber auch durch den Verkauf an eine noch zu gründende Genossenschaft erfolgen. Vertieft wurde dieses Thema am Mittwochabend nicht.

Unabhängig davon betonten Keßler und weitere Redner, dass der FCK e.V. mittelfristig wieder zu einem aktiven Mitspieler bei der KGaA werden muss; heißt: Er muss finanziell so gut dastehen, dass er bei einer Kapitalerhöhung für die KGaA mitziehen kann. Ansonsten verliert er bei gleichbleibendem Anteilsbestand (aktueller Wert: rund zwölf Millionen Euro) sukzessive Prozente bei der Gesamtverteilung.

Rückkauf des Stadions illusorisch

Keßler betonte daher eindringlich, vor allem anderen stehe die Entschuldung des Vereins. Erst dann könne man einem Stadionbau im NLZ nähertreten, den Hengen zumindest planerisch in nächster Zeit konkretisieren möchte. Ein Rückkauf des Fritz-Walter-Stadions sei hingegen derzeit illusorisch. Doch der neue Pachtvertrag mit der Stadt, der laut Hengen am 16. Dezember im Stadtrat beschieden werden soll, werde aber eine klarere Abgrenzung der Aufgaben und damit der Kosten bringen, die jeweils zu tragen sind. Das mache die Angelegenheit für den FCK planbarer als bisher.

Und noch eines lag Keßler ebenso wie Hengen am Herzen: Die DFL müsse bei der Verteilung der Fernsehgelder – im abgelaufenen Jahr erhielt der FCK mit 9,2 Millionen Euro die fünftniedrigste Zuteilung in der Zweiten Liga, Spitzenreiter war Hertha mit 24,1 Millionen – endlich die Attraktivität der Zweiten Liga besser berücksichtigen. Keßler: „Wenn der FCK immer wieder gerne für die Topspiele im Fernsehen angefragt wird, dann muss sich das irgendwann auch mal in unserer Kasse niederschlagen.“

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Newsletter wird jeden Freitag verschickt.

Noch mehr FCK gibt es hier:

Pokalsieger, Absteiger, Wiederaufsteiger, Meister: Der 1. FC Kaiserslautern ist wie kaum ein zweiter deutscher Fußballverein in der Region verankert. Unsere Redaktion ist dicht dran am FCK und bietet exklusive Einblicke in den legendärsten Club aus der Pfalz. Alle wichtigen Infos, Hintergründe und Neuigkeiten gibts für Fans auch in unserem Newsletter und dem Podcast Lautre!

An dieser Stelle finden Sie Umfragen von Opinary.

Um Inhalte von Drittdiensten darzustellen und Ihnen die Interaktion mit diesen zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Zustimmung.

Mit Betätigung des Buttons "Fremdinhalte aktivieren" geben Sie Ihre Einwilligung, dass Ihnen Inhalte von Drittanbietern (Soziale Netzwerke, Videos und andere Einbindungen) angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an die entsprechenden Anbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Mehr Informationen und eine Widerrufsmöglichkeit finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

x