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FCK-Profi Kenny Redondo und seine mysteriöse Verletzung
Die Verletzung hatte auch etwas Gutes. Kenny Prince Redondo blieb viel mehr Zeit, sich seinen Kindern zu widmen. „In diesem Zuge: Chapeau an die Mamis. Was sie zu Hause tagtäglich machen. Respekt davor“, sagt Redondo.
Die Familie ist sein Ein und Alles. Redondo ist ein absoluter Familienmensch. Seit 2017 ist Redondo mit Paula verheiratet. Es ist eine internationale Familie. Redondos Mutter ist Spanierin, Redondos Vater Äthiopier. Seine Frau ist gebürtige Tschechin. Die Welt zu Hause bei den Redondos. Die Internationalität bekommen die beiden Söhne zu spüren. Sie werden mehrsprachig erzogen. Redondo spricht Spanisch mit ihnen, seine Frau Tschechisch und im Kindergarten lernen sie außerdem noch Englisch. Das Familienglück verleiht ihm Kraft. Die Kinder geben ihm Energie.
Nur 84 Minuten in dieser Saison gespielt
Die hat er gebraucht und die wird er brauchen. Denn seine hartnäckige Zehverletzung ist zermürbend für den 30 Jahre alten Deutsch-Spanier. Gerade mal 84 Pflichtspiel-Minuten absolvierte er in der aktuellen Spielzeit. Der Zeh entzündet sich offenbar immer wieder nach übermäßiger Belastung. „Das ist eine bisschen längere Liste. Wenn die Belastung zu hoch war, hat der Zeh wieder reagiert. Deswegen musste ich dann so lange Pause machen. Dann war ich wieder fit, aber durch einen Zusammenprall hatte sich der Zeh erneut entzündet“, sagt Redondo. Detailliert darauf eingehen, was er tatsächlich hatte, will er nicht.
Jedenfalls ist die Blessur nicht ausgestanden. Denn Redondo kann nur mit Schmerzen spielen. Auch beim 3:2-Testspielsieg am Donnerstag gegen Racing Union Luxemburg – Redondo markierte das 1:0 – lief er nach seiner Auswechslung nicht rund. „Es war und ist nicht einfach, weil wir auch nicht wussten, welches die beste Methodik ist, die Problematik in den Griff zu kriegen. Es erfordert Geduld. Aber jetzt glaube ich, dass wir auf einem guten Weg sind“, sagt Redondo.
Es wird aber sicherlich noch eine gewisse Zeit brauchen, bis er wieder voll dabei ist. Für FCK-Trainer Markus Anfang geht es primär darum, was für Redondo nun am sinnvollsten ist – sowohl kurz- als auch langfristig. Anfang ließ Redondo, seit 2020 beim FCK, am Donnerstag bewusst spielen, um zu sehen, ob es einen Fortschritt in der Krankheitsgeschichte gibt. „Kenny soll nun nochmal schauen, wie der Zeh auf diese Belastung reagiert. Dann müssen wir uns in den nächsten Tagen mal Gedanken darüber machen, wie wir da weiter verfahren“, sagt Anfang.
„Es ist schon eklig für mich“
Die Akte Redondo wird den FCK noch eine gewisse Zeit beschäftigen. „Es ist schon eklig für mich persönlich“, sagt Redondo: „Ich mag es gar nicht, auf der Tribüne zu sitzen. Geschweige denn vor dem Fernseher. Ich bin gefühlt noch nervöser, als wenn ich dabei bin“, sagt Redondo. Er wird sich weiterhin behandeln lassen und sich ärztlichen Rat einholen. „Dann schaue ich, dass ich mit 100 Prozent in die Rückrunde starten kann“, sagt er. Falls nicht, dann hat er wieder mehr Zeit für seine Familie.
