Fußball
Ex-FCK-Profi Erik Durm hat einen neuen Job
Sebastian Schächter, einstiger Jugendnationalspieler und Aktiver der zweiten Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern, ist seit 2015 mit seinem Unternehmen im südpfälzischen Annweiler international unterwegs – zunächst als Trainer, inzwischen als Dienstleister für diverse Profivereine, die ihre internationalen Aktivitäten stärken oder zumindest starten wollen. Zu seinen Partnern gehören Werder Bremen, Mainz 05, Arminia Bielefeld – und eben sein Ex-Klub FCK. Dessen Internationalisierungsprogramm startet laut Schächter im Dezember in den USA und in Mexiko.
Der Ansatz des 43-Jährigen geht dabei deutlich über kurzfristige Marketingaktionen und bloßes Fußballtraining hinaus. „Wir wollen die Marke nachhaltig etablieren innerhalb der jeweiligen Community.“ Dafür sei es wichtig, nicht nur sportlich präsent zu sein, sondern auch das jeweilige politische und kulturelle Umfeld zu berücksichtigen. Der Fußball soll helfen, in den Zielgebieten in ärmeren Regionen die Lage ein wenig zu verbessern – vor allem für die Kinder.
Der besondere Reiz: Für Kinder einsetzen
Genau dieser ganzheitliche Ansatz hat Ex-Profi Durm für die Aufgabe begeistert. „Ich kenne Sebastian schon sehr lange, habe vor vielen Jahren sogar mal ein Praktikum bei ihm gemacht. Und ich finde es toll, dass sich ein Unternehmen aus unserer Region auf diese Weise vor allem für Kinder einsetzt“, erzählt er, der selbst Vater dreier kleiner Kinder ist. „Ich wollte nach meiner Profikarriere nichts tun, in dem ich mich nicht wiederfinde.“
Durm mit seiner Erfahrung und seinen Kontakten soll nun sowohl als Türöffner wie auch als Berater bei Schächter Sports mit seinen zwölf Mitarbeitern mitwirken – Dienstreisen in die Zielgebiete wie Vietnam oder Südafrika inklusive. „Das ist kein Problem. Ich habe eine Frau, die mich schon die ganzen Jahre mit all den Abwesenheiten enorm unterstützt hat. Und sie war begeistert, als ich ihr von dem Unternehmen und den Aufgaben erzählt habe.“
Lieber in der zweiten Reihe
Zudem erfüllt er sich damit einen großen Wunsch: „Ich wollte nach meiner Karriere gerne weiterhin etwas mit Fußball machen. Aber Trainer oder Manager ist nicht so meins. Ich arbeite lieber in der zweiten Reihe.“
Außerdem ist er ja auch immer noch fußballerisch aktiv – beim Landesligisten SG Rieschweiler, seinem Heimatverein, „dem ich so viel verdanke“. Dass er und sein Team am Wochenende vom Tabellennachbarn SG Nanz-Dietschweiler acht Tore eingeschenkt bekommen haben: „Sowas kann mal passieren“, sagt er lachend.
