1. FC Kaiserslautern
„Ein perfekter Einstand“: Die Stimmen zum FCK-Sieg gegen Münster
Maximilian Bauer (Verteidiger des FCK): Es ist sehr schön, ein geiles Gefühl, ein geiles Stadion, eine sehr, sehr gute Stimmung – es hat Spaß gemacht. Es war schon viel mit der Eingewöhnung, das muss ich sagen, weil es doch auch schnell ging, ich musste die Mannschaftskollegen sehr schnell kennenlernen; ich glaube aber, es ist mir schon gelungen. Dafür hat man ja auch Trainer, die einem helfen. Dass wir gewonnen haben, ist umso schöner, also ein perfekter Einstand. In Augsburg wäre es für mich schwer geworden, in der Rückrunde zu spielen. Die Gespräche hier waren sehr, sehr gut, mit dem Trainer und auch mit Thomas (Hengen), von dem her habe ich mich dafür entschieden. Die Tabelle ist eng, aber klar ist: Wenn man oben dabei ist, will man oben bleiben.“
Luca Sirch (Torschütze des FCK): „Unglaublich, in der 90. Minute noch zu treffen, das kann man nicht beschreiben. Das Wichtigste waren die drei Punkte, ich bin froh, dass ich meinen Beitrag leisten konnte. Es war eine super Vorarbeit von Faride. Es war das erwartet schwere Kampfspiel. Ich bin glücklich, dass ich noch einen Impuls nach vorne geben konnte. Das Wichtigste ist, dass wir von Spiel zu Spiel schauen. Wir haben jetzt drei sehr, sehr schwere Partien. Danach kann man vielleicht mal auf die Tabelle schauen. Wir haben eine Qualität, auch da oben mitzuspielen.“
Julian Krahl (Torhüter des FCK): „Wir glauben einfach bis zum Ende dran. Wir haben eine gute Hinrunde gespielt und haben eine breite Brust, andererseits wissen wir, dass in diesem Stadion immer was geht. Ich würde nicht von Moral sprechen – wir ziehen das durch, was wir schon seit längerer Zeit zeigen. Auch ich als Torwart bin sehr froh, dass nun der Rasen gewechselt wird. Man muss immer aufpassen, wie man steht, man rutscht weg. Das soll keine Ausrede sein, aber wir freuen uns auf den neuen Rasen. Vor dem 1:1 habe ich meine Jungs nicht richtig gestellt, und wie es manchmal läuft, bekommst du das Ding postwendend zurück. Wir wollen eine bessere Rückrunde spielen, spielerisch und auch was die Punkte betrifft. Da haben wir alle Bock drauf. Was am Ende dabei rumkommt, werden wir sehen. Was wir aufgebaut haben, wollen wir weiterentwickeln. Wir tun aber gut daran, erst mal auf uns zu schauen.“
Marlon Ritter (Torschütze des FCK): „Es war völlig unnötig, dass wir das Spiel so lange offenhalten. Das Gegentor darf uns nicht passieren. Wir müssen es konsequent zu Ende spielen und den Sack vorher schon zumachen. Man hat gesehen, was Münster heute vorhatte. Es war schwer, Spielfluss zu entwickeln, vor allem in der ersten Hälfte. Wenn wir mit einem 1:1 nach Hause gehen, schauen wir uns doof an. Ich habe im Moment keine Probleme und hoffe, der Mannschaft weiter helfen zu können. Ich bin stets bemüht und versuche, dass bis zum Ende der Saison so durchzuziehen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Mit einem Punkt sind wir nirgends zufrieden. Wenn wir das bis zum Ende der Saison schaffen, sind wir mit oben dabei. Man wird auch von mir jetzt keine außergewöhnliche Aussage hören, man sieht, wie eng die Liga ist.“
Sascha Hildmann (Trainer des SC Preußen Münster): „Es war ein sehr, sehr intensives Spiel. Wir haben uns viel vorgenommen, sind gut in die Partie gekommen, haben sehr konsequent und sehr kompakt verteidigt, hatten unsere Umschaltmomente, gerade in der ersten Halbzeit, wo wir uns mit einem Tor belohnen müssen. Dann bekommst du mit der ersten Aktion von Marlon Ritter das 1:0. Die Mannschaft ist nicht eingebrochen, meine Jungs haben weiter versucht, nach vorne Fußball zu spielen, Gas zu geben. Du machst das Tor, und dann hatte ich das Gefühl, dass wir unbedingt das zweite Tor nachlegen wollten, was ich gut finde. Am Ende bekommst du einen Konter, das hat uns sehr wehgetan. Ich muss dennoch meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, wir haben heute ein tolles Fußballspiel gezeigt.“
Markus Anfang (Trainer des FCK): „Die erste Halbzeit war sehr einschläfernd. Es war wenig Nettospielzeit. Münster hat das richtig gut gemacht, das Tempo aus dem Spiel genommen, sich bei Einwürfen und Abstößen Zeit genommen, das schlau gemacht. Ein Rhythmus kam nicht wirklich zustande. Das Spiel war permanent verschleppt. Nach dem 1:0 haben wir es verabsäumt, das 2:0 zu machen. Wir müssen viel klarer sein. Nach dem 1:1 ist es eigentlich ein Unentschieden-Spiel. Dann kriegen wir eine Konteraktion, das ist ein bisschen verrückt, weil Münster die ganze Zeit gekontert hat. Das 2:1 hat mich wahnsinnig gefreut, weil es ein brutal schweres Spiel für uns war. Wir haben trotzdem an uns geglaubt. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir gerade so in die Punkte reinkommen. Wir haben Bedarf, in vielen Bereichen besser zu werden. Die Stimmung im Stadion war hintenraus phantastisch. Ein toller Moment.“
Florian Pick (Offensivspieler von Preußen Münster): „Wir haben gut dagegengehalten, daran können wir anknüpfen. Meine erste Chance muss ich machen, es ist ein bisschen bitter. Ich weiß nicht, ob der FCK tüchtiger war als wir. Es war ein Spiel auf Messers Schneide. In der letzten Minute dürfen wir hinten nicht zwei gegen zwei stehen, da müssen wir noch mal draufschauen. Das soll unsere Leistung aber nicht schmälern. Es wird uns nicht umbringen. Die Rückkehr nach Lautern ist dennoch immer schön.“
