1. FC Kaiserslautern
Drittliga-Derby SV Waldhof - FCK: Kraus bester Mann auf dem Platz
Ohne Zweifel: Kevin Kraus avancierte zum besten Spieler auf dem Rasen des Carl-Benz-Stadions. Er räumte ab, was abzuräumen war, hätte nach sieben Minuten beinahe das 1:0 für den 1. FC Kaiserslautern erzielt – doch auch er konnte nicht verhindern, dass die Roten Teufel spät den Ausgleich schluckten. Der Fels in der Brandung wurde von einem Mannheimer Eckstoß wie seine Teamkollegen umspült, Marco Schuster egalisierte. In der 87. Minute. Wieder einmal hatte dem FCK bei einem gegnerischen Standard die Aufmerksamkeit gefehlt. Ärgerlich. „Und echt bitter“, resümierte Kraus, „ich finde, dass wir ein gutes Derby gespielt und alles investiert haben.“ Aber: „Wir sind natürlich nicht zufrieden, wir hätten gerne gewonnen.“ Man müsse sich nicht schämen und sich angesichts des Ergebnisses nicht verstecken, sagte Kraus. Die Atmosphäre gefiel dem 27-jährigen Abwehrchef. Er zensierte das Fluidum mit einer „Eins plus“ und verzierte die Note „mit Sternchen“. Die „wüsten Beschimpfungen“ bei der Anfahrt inklusive des Flaschenwurfes auf den Teambus hätten ihn und seine Mitstreiter noch einmal „extrem motiviert“, das Spiel sei umkämpft gewesen, „für die Zuschauer schön, es hat sehr viel Spaß gemacht heute“. Der Teilerfolg bringe tabellarisch „nicht so viel“, doch es stärke das Selbstbewusstsein.
Sickinger: „Ärgerliches Unentschieden“
FCK-Kapitän Carlo Sickinger sprach wie Kraus von einem „ärgerlichen Unentschieden“. Nach dem Führungstor habe man sich „mehr erhofft und mehr erwünscht“. Wenn man den Gegenwind der vergangenen Tage derart in positive Energie umwandle, sich in die Partie beiße, gut stehe und in Führung gehe, müsse man ein 1:0 auch beim Tabellendritten über die Zeit bringen. Doch da war sie wieder, die alte Schwäche Standards. „Wir trainieren es immer wieder. Ich kann es mir nicht erklären, dass es schon wieder passiert ist“, sagte Sickinger.
Zufrieden mit dem Teilerfolg war der Schütze des Ausgleichstores. „Wir hatten mehr Spielanteile, aber Lautern war immer gefährlich bei Kontern, da mussten wir immer aufpassen“, sagte Marco Schuster. „Die haben schnelle, wendige Spieler vornedrin, die uns beschäftigt haben. Wir hatten mehr vom Spiel, deshalb ist das 1:1 insgesamt in Ordnung.“
Conrad: „Waren die bessere Mannschaft
Kevin Conrad sagte: „Wenn man zurückliegt und in so einem Spiel dann so zurückkommt, kann man mit dem Punkt zufrieden sein.“ Er denke trotzdem, dass „wir die bessere Mannschaft waren, weil Lautern vor allem in der zweiten Halbzeit nur durch Konter gefährlich wurde“, sagte Schuster und ergänzte: „Wenn ich sehe, dass Timmy Thiele mit Krämpfen vom Platz muss und wir noch mal zulegen können, haben wir uns das Tor durch einen Standard auch verdient, weil wir dann den einen Schritt schneller sind.“
