1. FC Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Die Zeit von Trainer Friedhelm Funkel beim 1. FC Kaiserslautern: Der Retter

Beim letzten Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern war Friedhelm Funkel ergriffen.
Beim letzten Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern war Friedhelm Funkel ergriffen.

Kaum einer glaubte mehr daran, dass der Absturz des 1. FC Kaiserslautern aus der Zweiten Liga noch zu verhindern war. Doch dann kam Friedhelm Funkel an den Betzenberg. Der 70-Jährige war Ruhepol, geradezu stoisch – und wird die Pfalz als Held verlassen.

Der Trennungsschmerz wird gering sein – weil wenig Zeit ist, derlei Emotionen an sich heranzulassen. „Ich fahre am Montag nach Hause und werde mich etwas ausruhen“, sagt Friedhelm Funkel, ehe sich seine Augen weiten und ein Lächeln über sein Gesicht huscht. „Am Donnerstag fahre ich gemeinsam mit meiner Frau für vier Tage nach Paris“, fährt der 70-Jährige fort. Nur ein paar Nächte nach dem Ende der Rettungsmission in der Pfalz geht es mit dem Herzensmenschen in die Stadt der Liebe. Das klingt nach einem weisen Entschluss. In der französischen Hauptstadt will Funkel genießen, dass er diesen besonderen Druck nicht mehr spüren muss, der ihn in den vergangenen Monaten als Trainer des 1. FC Kaiserslautern einerseits angetrieben hat, andererseits aber auch dafür sorgte, dass er manche Nacht wach lag, weil die Gedanken in seinem Kopf kreisten.

Die Tage in Paris sollen ein Gegenentwurf für die Zeit in Kaiserslautern sein, und gleichzeitig kann sich Funkel einen lange gehegten Wunsch erfüllen. „Es war immer ein Traum von mir, die French Open live zu sehen“, sagt der Tennisfan. An zwei Tagen hat er Tickets für den Center Court ergattert und kann dort die Tennisstars aus nächster Nähe beobachten. Auf der mondänen Tennisanlage, dem Stade Roland Garros, wird Funkel weitgehend unerkannt als Privatperson die Ruhe genießen. Am Bois de Boulogne werden Novak Djokovic, Jannik Sinner und Iga Swiatek umjubelt und um Autogramme gefragt. Sie stehen im Rampenlicht und nicht der Mann, der den FCK vor dem Sturz in die Dritte Liga bewahrt hat.

Ein Empfang von 1000 Leuten

In Paris wird Friedhelm Funkel vielleicht noch einmal daran zurückdenken, wie es war, als er am 14. Februar auf dem Trainingsplatz 4 stand. Im Schatten des Fritz-Walter-Stadions herrschte eine Stimmung, die ein Gemisch aus Neugierde, Sorge und Zuversicht war. Es war kühl und regnerisch, kurz gesagt: ungemütlich. Trotzdem waren rund 1000 Menschen den Betzenberg hinaufgestiegen, um den Mann zu sehen, der ihren Klub vor dem Chaos bewahren sollte. Dimitrios Grammozis war ein paar Stunden zuvor als Trainer des Zweitligisten freigestellt worden, wenige Tage zuvor die Abstiegsangst nach einer 1:2-Niederlage gegen Paderborn beim FCK spürbar angekommen. Die Menschen, die es mit dem FCK halten, hatten wenig Hoffnung auf Besserung – bis der Name des neuen Trainers durchgesickert war: Friedhelm Funkel.

„Wenn uns einer retten kann, dann Friedhelm“, sagte eine Frau am Rande des Trainingsplatzes, die stellvertretend für viele sprach. Friedhelm Funkel wurde nicht nur als Trainer-Veteran wahrgenommen, der zum Retter werden sollte. Der Empfang der Fans für den neuen Coach hatte Züge einer Heldenverehrung. Es war kaum vorstellbar gewesen, aber ein Name sorgte dafür, dass bei den Roten Teufeln der Glaube an eine gute Zukunft zurückkehrte. Die Fans überschütteten den 70-Jährigen vom ersten Tag an mit Zuneigung, wohl kein anderer Trainer hätte im Februar einen ähnlich großen Vertrauensvorschuss bekommen. „Das ist ein Privileg, ich habe das sehr genossen“, sagt Funkel über die Liebe, die ihm von den Menschen in der Pfalz entgegengebracht wurde.

Ein Satz, immer wieder

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