FCK
Bittere FCK-Niederlage: Joker Butler lässt die Schanzer jubeln
So steigt man auf. Befreiter Jubel des FC Ingolstadt: Ein Konter kurz vor Schluss hat dem abstiegsbedrohten Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern einen zuvor starken Auftritt an der Donau vermiest. Der erst 19-jährige Joker Justin Butler, 40 Sekunden zuvor ins Spiel gekommen, erzielte nach klugem Querpass des ebenfalls eingewechselten Caniggia Elva das Tor (85.) zum 1:0 (0:0).
Für den an diesem Vorfrühlingstag gleichwertigen FCK war es im dritten Spiel unter Trainer Marco Antwerpen die erste Niederlage. Es war eine enge, abwechslungsreiche und von beiden Teams leidenschaftlich-intensiv und offen geführte Partie. Am Ende vom FCK zu offen, um einen Punkt mitzunehmen. „Wir können mit der Leistung zufrieden sein. Wenn du aber in der 85. Minute das Tor kriegst, ist es besonders bitter“, sagte Antwerpen.
Ritter rückt in die Startelf
Marlon Ritter rückte beim FCK anstelle Kleinsorges in die erste Elf. Kleinsorge hat schon seit einiger Zeit Leistenprobleme, zudem wollte Antwerpen taktisch umdisponieren. Kenny Redondo gab bei Lauterer Angriffen oft die zweite Spitze neben Marvin Pourié. Dahinter spielte Ritter im Zentrum, Anas Ouahim rückte nach halblinks. Halbrechts begann Carlo Sickinger, der allerdings nach rund einer Viertelstunde verletzt gegen Anas Bakhat ausgetauscht werden musste. Es ist wahrlich nicht die Saison des Carlo Sickinger.
Gleichwie: Im Sportpark entspann sich eine flotte Partie mit frühen Chancen auf beiden Seiten. Für das heimstarke Ingolstadt hatte Caiuby nach einem Eckball von Kapitän Marc Stendera eine Riesenszene, nahm den Ball direkt, verfehlte aber das Lauterer Tor (7.). Die Differenz von vor der Partie zwölf Tabellenplätzen war auf dem Rasen nicht zu erkennen; entscheidende Ausnahme war schließlich die Effizienz. Die Lauterer traten wie in den ersten beiden Spielen unter Antwerpen sehr aktiv und mutig auf, waren viel mehr auf Ballbesitz als nur auf Konter bedacht.
Beide Teams mit offenem Visier
Die Riesenchance zum 1:0 für den FCK hatte Ritter. Nach tollem Kurzdribbling verpasste es der Offensivspieler allerdings, sich den Ball auf den rechten Fuß zu legen, um einen besseren Winkel zum Torabschluss zu haben. So konnte Schanzer-Schlussmann Fabijan Buntic noch zur Ecke lenken (14.). Beide Teams gingen mit offenem Visier zu Werke. So ergaben sich einige Torannäherungen – wie bei einem sehenswerten Lauterer Spielzug nach knapp einer halben Stunde. Nach Verlagerung des umsichtigen, oft aber auch leichtsinnigen Hikmet Ciftci und klasse Hereingabe von Kapitän Jean Zimmer geriet Ouahims Abschluss zu schwach (29.).
FCI zeigt seine Konterstärke
Eine ganz starke Szene hatte Ouahim mit einem tollen Steilpass auf Ritter. Der jedoch fand den perfekten Weg nicht, wurde regelkonform von Peter Kurzweg abgedrängt (53.). „Ich nehme den Ball schlecht mit, dann ist es einfach für den Gegenspieler“, sagte Ritter. Auf der Gegenseite hatte Elva das 1:0 auf dem Kopf, verpasste aber nach Vorarbeit von Dennis Eckert Ayensa, der viel Platz hatte (70.). Nach eigener Ecke waren die Lauterer hinten offen, Eckert Ayensa ließ sich aber noch abfangen (79.). Da zeigte der FCI seine Konterstärke schon. Sechs Minuten später wurden die Schanzer belohnt, als nach einem Freistoß für die Lauterer FCK-Verteidiger Alexander Winkler das wichtige Kopfballduell gegen Joker Butler verlor, der den Angriff selbst krönte.
So spielten sie
FC Ingolstadt: Buntic - Heinloth, Paulsen, Schröck, Kurzweg - Bilbija (84. Niskanen), Stendera, Caiuby (74. Keller), Röhl (64. Elva) - Kaya (64. Preißinger), Eckert Ayensa (84. Butler)
1. FC Kaiserslautern: Spahic - Zimmer, Rieder, Winkler, Zuck (73. Senger) - Ciftci - Sickinger (17. Bakhat), Ouahim - Ritter (81. Skarlatidis) - Pourié (73. Hanslik), Redondo (81. Kleinsorge)
Tor: 1:0 Butler (85.) - Gelbe Karten: Caiuby (2), Schröck (3), Niskanen (2), Butler (2) - Ouahim (3), Winkler (3), Bakhat - Beste Spieler: Paulsen, Elva, Caiuby - Ouahim, Rieder - Schiedsrichter: Mitja Stegemann (Bonn).
