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FCK: Merk berichtet von „positiven Gesprächen“ mit Becca – „Irritation 2.0“ bei Stadionpacht
Auch außerhalb des Fußballplatzes gibt es beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern sehr viel zu tun. So sind FCK-Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt und der Beirat der FCK-Kapitalgesellschaft um Sprecher Markus Merk im Moment in unzähligen Gesprächen rund um die Gegenwart und Zukunft des finanziell angeschlagenen Traditionsklubs gefordert.
Neben der Vorbereitung auf die Sondersitzung des Kaiserslauterer Stadtrats am Montag zum Thema Stadionmiete steht weiter der Austausch mit tatsächlichen und mit möglichen Geldgebern auf der Agenda der FCK-Verantwortlichen. „Es war ein positives Gespräch mit Herrn Becca, es war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung“, sagte Merk zu einem Treffen am Donnerstag mit dem luxemburgischen Multi-Unternehmer.
Merk: Becca und „Regionale“ wichtige Partner
Becca hatte bereits im vorigen Jahr avisiert, in den FCK in den nächsten mindestens fünf Jahren alles in allem 25 Millionen Euro investieren zu wollen. Verträge sind lange vorbereitet. Positiv, sagte Merk, sei auch der Austausch mit der Gruppe der regionalen Unternehmer zu bewerten, die im Frühjahr 2019 FCK-Aktien im Wert von 750.000 Euro gezeichnet haben. Die Gruppe um den ehemaligen Haupt- und jetzigen Ärmel- und Nachwuchssponsor Dr. Theiss hatte erklärt, unter bestimmten Bedingungen ihre Investitionen in Aktien, sprich Eigenkapital für den Klub, auf mehr als 4 Millionen Euro erhöhen zu wollen. So möchten die wohlhabenden Fans dem klammen FCK helfen.
Neue Interessenten an FCK-Aktien
Dennoch gebe es weiter auch andere, bisher nicht genannte Interessenten, mit denen man in guten Gesprächen sei, bekräftigte Merk. Wichtig sei ihm und seinen Beiratskollegen, „dass wir nicht nur reparieren, sondern dass wir ein Zukunftsmodell entwickeln und zunächst zumindest die nächsten zwei Jahre betrachten; wir wollen nicht wieder permanent alle paar Wochen eine Hänge- und Zitterpartie bekommen“.
Entscheidung über Stadionmiete wohl erst später
Nicht positiv bewertet es Merk, dass er sich die Beschlussvorlage der Stadt Kaiserslautern zur Stadion-Sondersitzung am Montag aus dem Internet habe besorgen müssen. Er zeigte sich schon vorige Woche „irritiert“ ob der für ihn auch vom Zeitpunkt her überraschenden Forderung von Oberbürgermeister Weichel, der Stadt ein FCK-Aktienpaket als Ausgleich für eine verlängerte Mietminderung zu übertragen. Als „Irritation 2.0“ bezeichnete der 57-Jährige nun die in der Vorlage genannte Neufestsetzung der Pachtzinsbeträge etwa für die Bundesliga, gestaffelt nach Fernsehgeldtabelle von 4,6 Millionen Euro bis 3,6 Millionen Euro pro Saison. Dass der Stadtrat schon an diesem Montag einen Beschluss über den Antrag des FCK fasst, die Stadionpacht auch für die kommenden beiden Spielzeiten zu senken (425.000 Euro in der Dritten und 2,4 Millionen in der Zweiten Liga), ist nicht zu erwarten. Womöglich fällt die Entscheidung erst zwei Wochen später – in der Ratssitzung am 3. Februar. Frühestens.

