Schönenberg-Kübelberg
Dachstuhlbrand: Feuer schnell unter Kontrolle, Fahndung nach Flüchtendem erfolgreich
Nachdem es in dem Haus im Ortsteil Sand am frühen Dienstagmorgen brannte, gab die Polizei eine Fahndungsmeldung raus: Es werde von Brandstiftung ausgegangen. Der mutmaßliche Täter sei flüchtig. Menschen in der Umgebung von Schönenberg-Kübelberg sollten keine Anhalter mitnehmen, wurde über die Medien gewarnt.
Gegen Mittag dann die Entwarnung: Der Mann wurde aufgegriffen. Fahndung beendet. Von einer am Morgen ergriffenen Vorsichtsmaßnahme sprach eine Polizeisprecherin auf Nachfrage. Bis zum Nachmittag blieb unklar, ob der Mann etwas mit dem Brand zu tun hatte.
Alarm geht um 4.43 Uhr raus
Er sei in der Frühe von Rettungskräften gesehen worden, als er vom Balkon eines oberen Stockwerkes sprang und sich zu Fuß entfernte. Wie sich herausstellte, wohnt er selbst im Haus, in seinem Wohnbereich war das Feuer ausgebrochen. Die genauen Umstände und Abläufe, wie es zu dem Brand kam, und warum der Mann flüchtete, sind nun Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.
Bis etwa 9.30 Uhr hatten die knapp 50 Feuerwehrleute aus der Verbandsgemeinde Oberes Glantal ihren Einsatz beendet, der mit der Alarmierung um 4.43 Uhr begonnen hatte. Laut Polizei waren Hausbewohner auf den Brand aufmerksam geworden und hatten Alarm geschlagen, die Rettungsleitstelle angerufen. Sie weckten auch die weiteren Bewohner. Alle sieben konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Sie konnte bei Nachbarn unterkommen, berichtet der stellvertretende Wehrleiter Stefan Reichhart.
Am Mittag nochmals Nachlöscharbeiten
Qualm waberte über das Wohngebiet, Flammen schlugen aus dem Dach. Schnell wurde die Meldung Wohnungsbrand hochgestuft auf Dachstuhlbrand, weil weitere Anrufe bei der Leitstelle eingingen. Somit wurden zusätzliche Einheiten gerufen. Einsatzkräfte eilten mit dem Gerätewagen Atemschutz aus Glan-Münchweiler und der Drehleiter aus Waldmohr herbei. Früh sei auch die Atemschutzgruppe Ohmbachtal alarmiert worden, informiert Reichhart. Damit war eine Reserve sichergestellt. Für die Sicherheit der Feuerwehrleute blieb ein Rettungswagen der Schnellen Einsatzgruppe (SEG) während des gesamten Einsatzes in der Straße Breitenfeld vor Ort. Der Rettungsdienst konnte abrücken.
Etwa eine Stunde nach Alarmierung sei das Feuer unter Kontrolle gewesen, berichtet Reichhart. Doch hätten weiter Glutnester bekämpft werden müssen. Etwa zur Mittagszeit seien Wehrleute aus Schönenberg-Kübelberg erneut zum Nachlöschen ausgerückt. Es könne immer wieder passieren, dass es unterm Schutt erneut zu kokeln beginne, erklärt der stellvertretende Wehrleiter.
Das Gebäude wurde stark beschädigt, Aussagen über die Schadenshöhe könnten noch nicht gemacht werden.