Wirtschaft Zur Sache: Mobiler Vertrieb: Ein wachsender Markt

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Die Zeiten, als die Reisebranche eher mitleidig oder naserümpfend auf den mobilen Vertrieb herunterschaute, sind vorbei. Besonders Marktführer Tui baute die Sparte in den letzten Jahren kräftig aus. In den USA sind laut dem Fachverband ASTA bereits mehr als 40 Prozent der Reiseverkäufer als Home Travel Agents von Zuhause aus tätig und beschäftigen dort teils auch Mitarbeiter. Die technische Entwicklung, die Reisebuchungen mit ein paar Klicks kinderleicht macht, beschleunigt diese Entwicklung enorm. Große Konzerne machen sich mit Macht und viel Geld im Online-Reisegeschäft breit. Wer als Vermittler mithalten wolle, ob mit oder ohne Ladenlokal, müsse „mit persönlicher Beratung und hohem Fachwissen glänzen, damit der Kunde genau das bekommt, was er sucht“, sagt Steffen Buder, Vorsitzender des Verbands Selbstständiger Reiseberater Deutschlands (VSRD). Genaue Marktdaten zum mobilen Vertrieb kann auch der VSRD nicht liefern. Buder geht von 3000 bis 4000 Beratern in Deutschland aus. Ein gutes Drittel davon arbeite hauptberuflich, Tendenz weiter steigend. Die Nummer 1 der Veranstalter, Tui, sieht sich in dieser Sparte mit gut 700 Beratern ebenfalls als Marktführer. Daneben unterhalten auch die Konkurrenten DER Touristik mit Pro Tours und Thomas Cook mit Travelnet mobile Einheiten, die ebenfalls vor allem eigene Reiseangebote verkaufen sollen. Konzernungebunden agieren dagegen Systeme wie Amondo und Solamento. Unter Reiseberatung.de hat die Tui-Tochter TLT Urlaubsreisen eine zentrale Plattform gestartet, auf der Reiselustige blitzschnell den mobilen Fachmann aus ihrer Region finden können. Per Mail oder Telefon gibt’s einen Zugang zur kostenlosen Online-Liveberatung am Bildschirm: Hotelbilder, Preisvergleiche, Landkarten, Reiseverläufe – auf seinem PC oder Tablet kann der Kunde alles sehen, was der Berater auf den Schirm holt. TLT-Chef Kurt Koch will die Expertise seiner Reiseberater so optimal mit dem Online-Geschäft verknüpfen. Vorteil für die Kunden: Sie sparen sich die stunden- oder tagelange Suche im Internet-Dschungel und bekommen schnell ein passendes Angebot. Vorteil für den Berater: Bei guter Arbeit ist die Chance groß, dass der Aufwand am Ende auch mit einer Buchung und entsprechender Provision belohnt wird. Tui ist ein börsennotierter Touristikkonzern. Die Konzernzentrale ist in Hannover. Die Abkürzung Tui steht für Touristik Union International. Tui ist das größte Touristikunternehmen Europas.

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