Wirtschaft Weniger Firmenpleiten

Staatliche Hilfsgelder und Erleichterungen im Insolvenzrecht entspannten die Lage bei Unternehmenspleiten im laufenden Jahr, Öko
Staatliche Hilfsgelder und Erleichterungen im Insolvenzrecht entspannten die Lage bei Unternehmenspleiten im laufenden Jahr, Ökonomen gehen aber von deutlich steigenden Anzahlen 2021 aus.

Weniger Firmenpleiten trotz Corona-Krise: Sowohl in Rheinland-Pfalz als auch im Saarland ist die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen im laufenden Jahr rückläufig. Rheinland-Pfalz kommt nach Berechnungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform gemessen an den Insolvenzen je 10.000 Unternehmen auf 42 (Vorjahr: 46) Fälle. Im Saarland sank die Insolvenzquote nach zwei Jahren mit stagnierenden Zahlen auf 61 (81) Pleiten je 10.000 Unternehmen.

Im Vergleich der 16 Bundesländer hat das Saarland damit den vierthöchsten Wert, Rheinland-Pfalz liegt deutlich besser auf Rang neun. Die meisten Firmenpleiten je 10.000 Unternehmen gibt es den am Dienstag veröffentlichten Daten der Auskunftei zufolge in Bremen (98 Fälle), auf den zweithöchsten Wert kommt Berlin (78). Die niedrigste Insolvenzquote weist wie schon im Vorjahr Thüringen auf (30).

Bundesweit werden nach einer Hochrechnung von Creditreform auf Basis der November-Daten im Gesamtjahr 2020 zusammen 16.300 Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Das wären 13,4 Prozent weniger als 2019 und es wäre der niedrigste Stand seit 1993 (15.150). Staatliche Hilfsgelder und Erleichterungen im Insolvenzrecht entspannten die Lage im laufenden Jahr, Ökonomen gehen aber von deutlich steigenden Pleitezahlen 2021 aus.

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