Meinung RHEINPFALZ Plus Artikel Wasserstoff in kommunalen Fahrzeugflotten: Zu wenig Wirkung

Zapfsäule einer Wasserstoff-Tankstelle.
Zapfsäule einer Wasserstoff-Tankstelle.

Es ist sinnvoll, dass die Kommunen die emissionsfreie Mobilität vorantreiben. Sauberer Treibstoff für die Masse ist aber noch Wunschdenken.

Fördertöpfe setzen Anreize, um Entwicklungen in politisch gewollte Richtungen zu lenken. So und nicht anders ist es beim Brennstoffzellenantrieb. Zwar benötigt auch die Brennstoffzelle einen Akku für die Zwischenspeicherung des in ihr produzierten Stroms. Aber sie ist besser geeignet für schwere Nutzfahrzeuge als reine Batterieantriebe. Deswegen sind damit ausgestattete Busse, Müllfahrzeuge, Transporter und Lastwagen ein sinnvoller Beitrag, um klimaschädliche Gase aus Verbrennungsmotoren zu reduzieren.

Doch die Anschaffung solcher Fahrzeuge ist für vielfach klamme Kommunen mit zwei Problemen verbunden: Sie kosten deutlich mehr als die konventionellen Verbrenner. Und sie benötigen Wasserstoff als Treibstoff. Der ist teuer, weil derzeit knapp.

Das könnte sich ändern, allerdings nicht von heute auf morgen. In die dafür notwendigen Anlagen muss erst einmal investiert werden. Und selbst, wenn das erfolgt, womöglich auch mit Investorenhilfe: Eine massenhafte Umstellung von Fahrzeugflotten auf Brennstoffzellen-Fahrzeuge ist mangels Treibstoff in den kommenden Jahren, wahrscheinlich im kommenden Jahrzehnt, kaum realistisch. Zumal schon jetzt absehbar ist, dass Deutschland beim Wasserstoff auf Importe angewiesen sein wird. Deswegen wird die Klimawirkung der kommunalen Wasserstoff-Initiativen auf Jahre hinaus eng begrenzt bleiben.

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